Tagung: Potentiale historisch-politischer Bildung an Gedenkstätten und Erinnerungsorten
24. Januar 2020

Potentiale historisch-politischer Bildung an Gedenkstätten und Erinnerungsorten

Der Kampf gegen das Vergessen

Wenige Tag vor dem 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, sind in Schwerte auf Einaldung des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund (IBB) rund 100 haupt- und ehrenamtliche Vertreterinnen und Vertreter für Erinnenungsarbeit und Gedenkstättenpädagogik zusammengekommen. Im Mittelpunkt der zweitätigen Tagung am 24. und 25. Januar 2020 in der Evangelischen Akademie Villigst stand das Potential von Gedenkstätten und Erinnerungsorten für die historisch-politische Bildung.

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Eine wichtige Frage, die sich angesichts des Alters der verbliebenen Zeitzeugen immer mehr aufdrängt. Ihre Geschichte steht sinnbildlich für unvorstellbare Gräueltaten und verkörpert zugleich einen unbändigen Lebenswillen. An Gedenkstätten wird die Lebensgeschichte dieser Zeitzeugen greifbar. Das macht sie zu einem Ort der Erinnerung, der Manifest und Mahnung für den schwärzesten Zeitpunkt deutscher Geschichte ist. Diese Mahnung darf keinesfalls dem Vergessen weichen.

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz müssen wir ernüchtert feststellen: der Antisemitismus war nie weg.

Mit deutlichen Worten eröffnete Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismus-Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, am Freitagabend Konferenz .

Der Kampf gegen das Vergessen, sei eines der Hauptanliegen der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger betonte in ihrem Eingangs-Impuls die Rolle der gesamten Gesellschaft im Kampf gegen das Vergessen und gegen schwelenden Antisemitismus: „Die Botschaft 75 Jahre nach der Vernichtungsmaschinerie der Konzentrationslager kann nur eine sein: Nie wieder! Dieser Verantwortung müssen wir uns stellen. Deshalb ist der Kampf gegen das Vergessen eine Aufgabe für die Ewigkeit, die wir nur gesamtgesellschaftlich meistern können. Mahn- und Gedenkstätten sind eine wichtige Stellschraube, um sensibel über den Holocaust, die Opfer und die Täter zu informieren und aufzuklären. So können wir langfristig eine Transformation im Denken und Handeln erreichen und früh für das Problem des Antisemitismus und des Rechtsextremismus sensibilisieren. Nordrhein-Westfalen ist hier besonders gefordert, weil hier die größte jüdische Gemeinschaft der Bundesrepublik lebt."

Allein in Nordrhein-Westfalen tragen über 10.000 Stolpersteine und 29 Gedenkstätten dazu bei, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. Die Gedenkstätten haben sich im „Arbeitskreis NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte in NRW e.V.“ zusammengeschlossen und arbeiten gemeinsam daran, begangene Verbrechen an historischen Orten zu rekonstruieren. Die Geschichten der Opfer werden so für die Nachwelt dokumentiert.
 

"Es ist deshalb umso wichtiger, mit Bezug auf unser Grundgesetz und die Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen die Rolle und Bedeutung historisch-politischer Bildung bei der Antisemitismusprävention hervorzuheben. Historisch-politische Bildung ermöglicht eine authentische und vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema und trägt im hohen Maß dazu bei, den menschen- und demokratiefeindlichen Kern des Antisemitismus zu entlarven.", so die Antisemitismusbeauftragte weiter.
 
Deshalb sei es ihr ein Anliegen die historisch-politische Bildung als bedeutenden Aspekt im Einsatz gegen Antisemitismus zu würdigen und dementsprechend dankbar sei sie den Organisatoren der Veranstaltung, zu denen auch das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk mit Sitz in Dortmund zählt, für diese Tagung und die Bezugnahme auf das Thema Antisemitismus.
 

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