Neujahrsansprache 2015

1. Januar 2015

Neujahrsansprache von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für das Jahr 2015

In ihrer Neujahrsrede würdigt Ministerpräsidentin Kraft die zahlreichen ehrenamtlich Aktiven in Nordrhein-Westfalen. Lesen Sie hier die vollständige Ansprache.

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich hoffe, auch sie hatten eine schöne Weihnachtszeit und sind gut ins Neue Jahr gestartet. Wie stimmungsvoll diese Zeit sein kann, das sehen wir hier auf dem Bild hinter mir. Das ist Kloster Corvey in Ostwestfalen. Seit 2014 gehört es zum Weltkulturerbe. Darauf sind wir stolz, genauso wie auf die anderen vier Weltkulturerbe-Stätten in Nordrhein-Westfalen. Sie sind herausragende Beispiele für den kulturellen Reichtum in unserem wunderschönen Land.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Tage an Weihnachten im Kreis der Familie und mit lieben Menschen – das sind alle Jahre wieder Momente der Freude und eine Zeit, zur Ruhe zu kommen. Viele erkennen in dieser Zeit auch ganz besonders deutlich, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und sich umeinander zu kümmern.

In meiner Arbeit als Ministerpräsidentin begegnen mir immer wieder Menschen, die ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet haben, für andere da zu sein. Viele handeln aus christlicher Nächstenliebe. Ich denke z. B. an die Bürgerin aus Menden, die nicht nur alleinerziehenden Müttern hilft, sondern auch eine Selbsthilfegruppe für Eltern behinderter Kinder gegründet hat. Diese Bürgerin haben wir für ihr Engagement mit dem Landesverdienstorden geehrt. Oder ich denke an die „Netzgruppe Kleve“, eine Gruppe engagierter Frauen, die Alleinerziehenden oder jungen Müttern mit ihren Kindern hilft. Das ist ein Verein, der aus einem Frühstückstreff von Frauen entstanden ist, inzwischen ist er seit über 30 Jahren aktiv. Nun weitet er sein Angebot auch auf junge Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder aus.

Oder ich denke an die Helferin, die in Bonn Tag für Tag rund 35 km unterwegs ist, um alte Menschen in ihren Wohnungen mit Essen zu versorgen. Und die dabei auch immer noch ein wenig Zeit für ein persönliches Gespräch mitbringt. So trägt sie dazu bei, dass alte Menschen länger in der eigenen Wohnung und im angestammten Quartier bleiben können und sich dort wohlfühlen.

Drei Beispiele von ganz vielen, aber sie zeigen, was unser Land reich macht: dass einer für den anderen einsteht. Wir können stolz darauf sein, dass sich bei uns rund fünf Millionen ehrenamtlich engagieren, fast jeder Dritte. Am liebsten würde ich jedem einzelnen direkt in die Augen schauen und persönlich danken. Aber weil das nicht möglich ist, will ich heute die Gelegenheit nutzen, Ihnen allen auf diesem Weg ein herzliches Danke zu sagen.

Sie machen unser Land reicher, sie machen es lebenswerter. Und sie machen auch mir persönlich Mut, mich weiter für eine Politik einzusetzen, die konkret hilft, die z. B. Alleinerziehenden und jungen Familien hilft, indem sie für genügend Kita-Plätze sorgt.

In Nordrhein-Westfalen stehen wir für eine Politik, die sich darum kümmert, kein Kind zurückzulassen, die Kindern und Jugendlichen beste Bildung und eine gute Ausbildung ermöglicht. Dafür investieren wir inzwischen jeden dritte Euro aus dem Landeshaushalt – das ist Zukunftsvorsorge.

Und bei der Weiterentwicklung unserer Städte und ländlichen Räume achten wir darauf, dass die Heimat vor der Haustür erhalten bleibt. Sehr vielen ist ein lebenswertes Wohnquartier wichtig. Besonders die Älteren wollen möglichst lange in ihrer heimischen Umgebung bleiben. Da wo man zu Hause ist.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

machen wir uns weiter gemeinsam dafür stark, dass Nordrhein-Westfalen ein gutes, ein lebens- und liebenswertes Land für uns alle bleibt.

Bei uns haben alle Platz, die unsere Gesetze und Werte achten, gleich welcher Herkunft, gleich welchen Glaubens. In so einem Nordrhein-Westfalen kann jede und jeder eine gute Heimat finden. Stark, tolerant, offen, solidarisch und vielfältig. So sind wir hier! Meine Bitte ist heute: Tragen Sie mit Ihren Möglichkeiten dazu bei, dass wir ein Land bleiben, in dem das Wir Zuhause ist.

Ich wünsche Ihnen ein frohes, gutes und gesundes Neues Jahr und Gottes Segen.

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