Ministerpräsidentin Kraft wirbt in China für Fachwissen aus NRW

Vizeminister für Urbanisierung und Stadtentwicklung LU Kehua
21. April 2015

Kraft wirbt in China für Fachwissen aus NRW

China und NRW wollen enger zusammenarbeiten. Die Zentralregierung in Peking will das Land auf einen nachhaltigeren Wachstumskurs bringen. Dabei wollen sich Firmen aus NRW mit Fachwissen einbringen.

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Peking (dpa/lnw) - Chinas Wirtschaft steht vor einem grundlegenden Umbau. Um den Strukturwandel zu meistern, wollen die Planer in Peking von den Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen lernen.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Chinas Vizeminister für Stadtentwicklung Lu Kehua einigten sich auf den Aufbau einer neuen Arbeitsgruppe, die sich mit Strukturwandel und nachhaltiger Standentwicklung beschäftigen soll. «Da scheinen sich neue Möglichkeiten zu ergeben», sagte Kraft am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Peking.
 
Chinas Millionenstädte sollen rasant wachsen. Alleine die Hauptstadt Peking soll mit der Hafenstadt Tianjin und der angrenzenden Provinz Hebei zu einer Metropolregion mit mehr als 100 Millionen Einwohnern verschmolzen werden. Auf der von Regierungschefin Kraft eröffneten Konferenz «Nachhaltige Stadtentwicklung und energieeffizientes Bauen» trafen Vertreter von mitgereisten Unternehmen und Universitäten am Dienstag mit chinesischen Entscheidern zusammen.
 
Der Ausbau der Städte gehört zu den Kernpunkten der chinesischen Wirtschaftsreform. Über rund drei Jahrzehnte war die umweltschädliche Schwerindustrie der Wachstumstreiber in der Volksrepublik. Der Export spülte Geld in Chinas Kassen. Aber das Modell stößt an Grenzen.
Künftig sollen nach den Plänen von Ministerpräsident Li Keqiang innovative Branchen das Wachstum tragen und die Nachfrage über die Megastädte im Inland gesichert werden. Gleichzeitig will die Regierung verhindern, dass durch den Umbau die Arbeitslosigkeit steigt.
 
Bei dem Wandel möchten sich Firmen aus Nordrhein-Westfalen einbringen und mitverdienen. Das Ruhrgebiet habe bereits einen grundlegenden Wandel gemeistert und die starke Umweltverschmutzung eindämmen können. Mit diesen Erfahrung könne sich NRW nun in China einbringen, sagte die Ministerpräsidentin: «Wir haben Technologien entwickelt wie etwa Filteranlagen.»
 
Chinas Ministerpräsident Li hatte vergangenes Jahr einen Kampf gegen die Umweltverschmutzung ausgerufen. Erst vergangene Woche hatte die Zentralregierung einen neuen Aktionsplan gegen die Wasserverschmutzung vorgelegt. Beim Schutz der Umwelt sollen gerade Technologien aus dem Ausland eine große Rolle spielen.
 
Begleitet wird die Regierungschefin von Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) und einer 43-köpfigen Delegation aus Unternehmern, Bürgermeistern und Wissenschaftlern aus NRW. Ihr Besuch führt Kraft und Duin in die drei nordrhein-westfälischen Partnerprovinzen Jiangsu, Shanxi und Sichuan.
 
In den Provinzen wollen Kraft und Duin nicht nur die Wirtschaftsbeziehungen ankurbeln, sondern stehen auch Pate für die Vertiefung von Hochschul- und Städtekooperationen. Das Programm endet am Samstag mit Wirtschaftsgesprächen in der Zentrale des IT-Konzerns Huawei in der südchinesischen Stadt Shenzhen.

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