Das „Digitale Archiv NRW“

25. Februar 2016

Das digitale Gedächtnis des Landes sichern

Landesarchiv NRW - Das (digitale) Gedächtnis des Landes Nordrhein-Westfalen und seiner Vorgängerstaaten

Kulturministerin Christina Kampmann hat das Landesarchiv in Duisburg besucht. Dabei unterstrich sie, wie hilfreich die Digitalisierung bei der Langzeitsicherung von Archivalien sein kann.

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Kulturministerin Christina Kampmann hat am 25. Februar 2016 das Landesarchiv in Duisburg besucht. Dabei unterstrich sie, wie hilfreich die Digitalisierung bei der Langzeitsicherung von Archivalien sein kann: „Das Landesarchiv ist ein Kernstück der kulturellen und historischen Identität von Nordrhein-Westfalen und seinen Vorgängerstaaten. Mit dem von der Landesregierung initiierten Verbund ‚Digitales Archiv NRW‘ stellen wir sicher, dass auch der digitale Teil dieses Gedächtnisses nicht verloren geht.“

Das „Digitale Archiv NRW“

Bei ihrem Besuch sprach die Ministerin mit dem Präsidenten des Landesarchivs NRW, Dr. Frank Bischoff. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine wichtige Verantwortung: Sie überliefern Unterlagen, die künftige Generationen brauchen, um ihre Geschichte und Gegenwart zu verstehen“, erklärte Ministerin Kampmann. Einer der wichtigsten Arbeitsschwerpunkte des Archivs ist die Digitalisierung.

„Der digitale Wandel, der unsere ganze Gesellschaft so maßgeblich verändert hat, fordert auch die Archive besonders heraus“, sagte die Ministerin in Duisburg. „Eine große Schwierigkeit liegt unter anderem darin, elektronische Akten und Unterlagen dauerhaft zu erhalten. Denn technische Veränderungen, neue Programme und Datenformate gefährden ständig die Lesbarkeit älterer Dateien. Aus diesem Grund hat die Landesregierung mit dem „Digitalen Archiv NRW“ eine technisch und organisatorisch effiziente Lösung entwickelt, um auch das digitale Kulturerbe langfristig zu sichern.“

Das „Digitale Archiv NRW“, das einen Datenverlust älterer Dateien verhindern will, wird gemeinsam mit den Kommunen betrieben und steht allen nordrhein-westfälischen Kultureinrichtungen zur Verfügung, die digitales Kulturerbe übernehmen, sammeln und bewahren.

Geschichte des Landesarchivs

 

Im Jahr 2014 bezog das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen einen Neubau im Duisburger Innenhafen. Das denkmalgeschützte Speichergebäude aus den 1930er Jahren wurde durch einen 76 Meter hohen Archivturm und einen 160 Meter langen modernen Anbau ergänzt.

Das Archivgut ist dort auf mehr als 21 Etagen und mit einer Kapazität von fast 150 Regalkilometern untergebracht. Daneben gibt es zahlreiche Lese- und Veranstaltungssäle sowie eine Restaurierungswerkstatt, in der Einzelstücke mit Sorgfalt und Akribie wiederhergestellt und aufbereitet werden. Derzeit sind rund 187 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Landesarchiv NRW in Duisburg beschäftigt. Das Landesarchiv NRW untersteht dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.

Aufgaben und Funktion

Das Landesarchiv NRW sichert Rechts- und Kulturgüter von hohem Wert und dient den Bedürfnissen der Gesellschaft nach historischer Information, Transparenz des Verwaltungshandelns und Rechtssicherheit. Die Überlieferung des Landesarchivs geht in Einzelstücken auf das 7. Jahrhundert zurück und reicht bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Die Bandbreite der verwahrten Unterlagen reicht von Urkunden, Akten, Amtsbüchern und Karten aus dem Mittelalter und der Neuzeit bis hin zu Fotos, Filmen, Tondokumente und elektronischen Aufzeichnungen aus jüngerer Zeit.

Seit der Neuorganisation 2004 existiert das Landesarchiv NRW als zentrale Einrichtung der staatlichen Archivverwaltung in Nordrhein-Westfalen. Sitz des Landesarchivs ist Duisburg. Es unterhält drei Regionalabteilungen an den Standorten Duisburg (Abteilung Rheinland), Münster (Abteilung Westfalen) und Detmold (Abteilung Ostwestfalen-Lippe). Das Landesarchiv NRW untersteht dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, das die Dienst- und Fachaufsicht über das Landesarchiv NRW ausübt.

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