Köln und Rhein-Erft-Kreis

Das Foto zeigt Köln von der rechten Rheinseite aus.

Köln und Rhein-Erft-Kreis

In Köln sammeln sich die Superlative: Mit 1.034.175 Menschen (Stand: Dezember 2013) ist sie die einwohnerstärkste Stadt in NRW und viertgrößte Stadt in Deutschland. Mit dem Dom, einer der größten gotischen Kathedralen der Welt, hat sie den Tourismusmagneten Nr. 1 im Land zu bieten. Und nicht nur der WDR und die RTL-Senderfamilie machen Köln zur wichtigsten Medienstadt Deutschlands.

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Die Ursache des Lokalpatriotismus, für den die Kölnerinnen und Kölner bekannt sind, ist jedoch komplexer. Schon in der Grundschule lernen die Kinder die Bedeutung der Buchstaben CCAA: Colonia Claudia Ara Agrippinensium war der Name der römischen Kolonie im Rheinland, gegründet 50 Jahre vor Christi Geburt. Ein Stadttor aus der Römerzeit mit der Inschrift des Kürzels befindet sich heute im Römisch-Germanischen Museum am Fuße des Kölner Doms.


Die ausgeprägte Heimatliebe der Menschen dieser Stadt zeigt sich in allen erdenklichen Formen: Natürlich im Karneval, wenn auch schon mal im Dom geschunkelt wird, aber auch im Fußball, wo jedes Tor des 1. FC Köln gefeiert wird, als ginge es um das Champions League-Finale. Anders als in anderen großen Städten ist es hier nahezu unmöglich, es in den neun Stadtbezirken und 86 Stadtteilen bzw. Veedeln, wie es hier heißt, NICHT mitzubekommen, wenn in Kölle ein Großereignis stattfindet.


Der Rest der Nation mag das belächeln. Echte Kölsche stehen da gerne drüber. Es ist diese Art von Gelassenheit, die das Lebensgefühl in dieser Stadt ausmacht, nachzulesen auch im kölschen/rheinischen Grundgesetz, einer Zusammenfassung kölscher Lebensweisheiten und Redensarten. Die Menschen hier sind gerne offen und tolerant, lachen mit Vorliebe über sich selbst, und sie reden gerne und viel. Wer von außen dazukommt, wird liebevoll „Immi“ genannt und dann schnell integriert. Das dient der Gemeinschaft, der Geselligkeit – und in Köln mag man genau das. Der Praxistest beweist sich spätestens in einer der vielen Kneipen der Stadt: Fremde bleiben hier an der Theke niemals lange alleine stehen. Eine Tatsache, die von der Gruppe Bläck Fööss bereits 1971 mit dem Lied „Drink doch eine met“ in musikalischen Zement gegossen wurde. Aus keiner anderen Stadt in Deutschland gibt es übrigens so viele Lieder mit Heimatbezug. Dabei handelt es sich keineswegs um Lieder, die ausschließlich an Karneval gesungen werden – es geht um nichts weniger als um kölsches Kulturgut, und das hat ja bekanntlich immer Saison.

Mit den Städten des Rhein-Erft-Kreises, der Köln von Westen und Süden her quasi umarmt, gibt es einen regen Austausch. So arbeiten viele Menschen, die beispielsweise in Frechen, Pulheim oder Wesseling wohnen, in Köln – und umgekehrt pendeln vor allem viele Kölner Fernsehschaffende beruflich nach Hürth, von Köln lediglich durch den Grüngürtel und die A4 getrennt, wo es mehrere TV-Studiokomplexe gibt.


Kulturhistorisch Bedeutsames gibt es im Rhein-Erft-Kreis auch: Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl, zwei architektonische Meisterwerke des Rokoko, gehören seit 30 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die drei derzeit weltweit bekanntesten Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis sind wohl die Rennfahrerbrüder Michael und Ralf Schumacher – geboren in Hürth, aufgewachsen in Kerpen – sowie Fußballnationalspieler Lukas Podolski aus Bergheim, der seine Profikarriere, richtig, beim 1. FC Köln begonnen hat. Nicht nur für Fußballfans  in Köln ist er schon längst einer von ihnen.



Prunktreppe im Unesco-Weltkulturerbe Schloss Augustusburg


Das Geheimnis hinter diesem typisch kölschen Zug, alles und jeden gleich einzugemeinden, der es freilich auch möchte, lässt sich vielleicht damit erklären, dass die Menschen dieser Stadt wissen, dass so ein reiches kulturelles Erbe wie ihres nicht von ungefähr kommt. Vielfalt ist hier bereits seit 2.000 Jahren Standard und entsprechend findet sich auch das in vielen Liedern wieder: Dass in Köln alle willkommen sind.

 



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