NRW trauert um Władysław Bartoszewski

Władysław Bartoszewski bei Richeza-Preisverleihung 2012
27. April 2015

Kämpfer für die Freiheit und unermüdlicher Botschafter der Aussöhnung zwischen den Völkern

Nordrhein-Westfalen trauert um Władysław Bartoszewski. Der ehemalige polnische Außenminister, Historiker und Publizist wurde im Jahr 2009 als erster Preisträger mit dem Richeza-Preis der NRW-Landesregierung für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung ausgezeichnet.

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Nordrhein-Westfalen trauert um Władysław Bartoszewski. Der ehemalige polnische Außenminister, Historiker und Publizist wurde im Jahr 2009 als erster Preisträger mit dem Richeza-Preis der NRW-Landesregierung für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung ausgezeichnet. 

Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren: „Die Nachricht über den Tod von Władysław Bartoszewski erfüllt uns mit großer Betroffenheit und Trauer.

Der ehemalige polnische Außenminister war eine europäische Ausnahmepersönlichkeit. Er überlebte das Konzentrationslager Auschwitz, die Schrecken der Nazi-Herrschaft und die Unterdrückung in der stalinistischen und kommunistischen Ära in seiner polnischen Heimat. Das Grauen und Unrecht, das er erfuhr, vermochten es aber nicht, ihm die Hoffnung, den Willen und die Kraft zum Widerstand sowie die Fähigkeit zur Vergebung zu nehmen. Zeitlebens war er Kämpfer für die Freiheit und unermüdlicher Botschafter der Aussöhnung zwischen den Völkern, insbesondere zwischen Deutschland und Polen.

Für seine großen Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung, die er oft als „Wunder“ bezeichnete, wurde er 2009 als erster mit dem Richeza-Preis der Landesregierung Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Durch seine persönlichen Erfahrungen war Professor Bartoszewski eine besondere Autorität. Mit ihm verlieren wir ein Stück europäisches Gewissen. Er bleibt jedoch eine Inspiration für den Dialog für Frieden, Demokratie und Freiheit. Das ist sein großes Vermächtnis."

 

Der Richeza-Preis wurde von der Landesregierung gestiftet und wurde 2009 zum ersten Mal verliehen. Er geht an Persönlichkeiten mit heraus­ragenden Verdiensten um die deutsch-polnische Verständigung. Dotiert ist er mit 10.000 Euro. Der Preis ist Ausdruck der hohen Bedeutung, welche die Landesregierung der Pflege der freundschaftlichen Bezie­hungen zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen beimisst. Der Preis trägt den Namen der polnischen Königin Richeza aus dem 11. Jahrhun­dert. Sie stammte aus dem rheinischen Adelsgeschlecht der Ezzonen und war Förderin der Abtei Brauweiler bei Köln.

Am 31. August 2012 verlieh Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in der Abtei Brauweiler zum Abschluss des damaligen Polen-Nordrhein-Westfalen Jahres 2011/2012 den Richeza-Preis an das Deutsch-Polnische Jugendwerk. Władysław Bartoszewski hielt bei der Preisverleihung als Staatssekretär der polnischen Regierung eine Rede. Er war bis zuletzt Staatssekretär und Bevollmächtigter für den internationalen Dialog der Ministerpräsidentin der Republik Polen, Ewa Kopacz, gewesen.

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