"Kolumbien ist ein Land der großen Möglichkeiten"

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hält eine Ansprache
Interview
27. November 2015

"Kolumbien ist ein Land der großen Möglichkeiten – in wirtschaftlicher wie sozialer Hinsicht"

Interview von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem kolumbianischen Wirtschaftsmagazin "Doing Business"

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat bei ihrer Südamerikareise auch Kolumbien besucht. Bei ihrem Aufenthalt in Bogota und in Medellín hat sich die Ministerpräsidentin über die Rahmenbedingungen für Investitionen in Kolumbien informiert. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche und Unternehmensbesichtigungen standen vor allem die Bereiche Infrastruktur, Energie und Anlagenbau. Im Interview für das Magazin "Doing Business" erklärt sie, warum ein Besuch in Kolumbien in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation jetzt sinnvoll ist.

 
Doing Business:
Was sind der Grund und das Ziel Ihres Besuchs und des Besuchs der Sie begleitenden Unternehmerdelegation?
Hannelore Kraft:

Wir sind davon überzeugt, dass Kolumbien in den kommenden Jahren einen Investitionsschub und ein starkes Wirtschaftswachstum erleben wird. Im Land herrscht, ausgelöst durch die Fortschritte im Friedensprozess, eine Aufbruchsstimmung. Kolumbien ist schon jetzt die drittstärkste Volkswirtschaft in Südamerika und eines der Länder mit den höchsten Wachstumsraten. Es ist reich an natürlichen Ressourcen und hat das Potenzial, sich zu einem Wirtschaftsmotor für ganz Südamerika zu entwickeln. Gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister und einer hochkarätigen Unternehmerdelegation aus Nordrhein-Westfalen möchte ich mir bei dieser Reise ein Bild machen von den politischen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten vor Ort. Dabei gibt es schon Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die sich seit vielen Jahren mit Erfolg in Kolumbien engagieren, zum Beispiel Henkel, Steag, Bayer und ThyssenKrupp. Unsere Reise soll auch dazu dienen, hier noch weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen, auch in Bezug auf mittelständische Unternehmen.

Doing Business:
Eine Ihrer Aktivitäten beim Besuch ist die Besichtigung der Metro in Medellín. Was ist Ihr besonderes Interesse daran?
Hannelore Kraft:

Metro de Medellín ist ein Vorzeigeprojekt für Kolumbien. Es verbindet Verkehrs- und Stadtentwicklung mit sozialen und ökologischen Zielen. Nicht umsonst haben City Bank und Wall Street Journal Medellín 2013 zur „Innovativsten Stadt der Welt“ gekürt. Nordrhein-Westfalen bringt viel Erfahrung in der sozialen Stadt- und Quartiersentwicklung mit – als Land mit großen Ausbaupotenzialen im Bereich Infrastruktur ist Kolumbien für Stadtplaner und Infrastrukturanbieter überall in der Welt hochinteressant.

Doing Business:
Welche konkreten Ergebnisse erwarten Sie von Ihrem Besuch hier?
Hannelore Kraft:

Wir wollen bestehende Kontakte vertiefen und uns einen Überblick über die wichtigsten Vorhaben und Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre verschaffen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Verfahren zur Vergabe von Aufträgen, technische Anforderungen oder Finanzierungswege. Am Ende wollen die teilnehmenden Unternehmen selbstverständlich auch neue Geschäftskontakte knüpfen. Ich will bei den politischen Verantwortungsträgern vor Ort dafür werben, dass unser Wissen und unsere Erfahrung von großem Nutzen sein können.

Frage:
Gegenwärtig verhandelt die kolumbianische Regierung einen Friedensvertrag. Welche Rolle glauben Sie, können die Unternehmer im Friedensprozess und in der Zeit nach dem Konflikt spielen?
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft:

Kolumbien ist ein Land der großen Möglichkeiten – in wirtschaftlicher wie sozialer Hinsicht. Der Friedensprozess eröffnet Kolumbien eine gute Perspektive. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen der Ausbau der Infrastruktur und der Energieversorgung sowie die Entwicklung des Bausektors. In diesen Bereichen verfügen die Unternehmen unserer Delegation über großes Knowhow und bieten Produkte, die in Kolumbien nachgefragt werden. So können wir vielleicht mit unserem Knowhow und unseren Produkten den Friedensprozess in Kolumbien indirekt unterstützen.

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