Interview mit Oberbürgermeister Bude

Interview

Interview mit Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude

Mönchengladbach ist eine von 18 Kommunen in NRW, die mit dem Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen“ lückenlose Hilfen für Kinder und ihre Familien schaffen.

 
NRW.de:
Welche Schwerpunkte hat sich Mönchengladbach gesetzt, um gezielt die Entwicklungschancen von Kindern zu verbessern?
Oberbürgermeister Norbert Bude:

In der Stadt Mönchengladbach wurden bereits einige Angebote von Präventivmaßnahmen zur Förderung und Unterstützung von Familien in besonderen Lebenslagen eingeleitet. Besonders hervorzuheben sind die Erfahrungen aus dem Projekt „HOME“, welches als Pilot entwickelt und derzeit in zwei ausgewählten Stadtteilen erprobt wird. Ein besonderer Erfolg liegt in der großen Akzeptanz der HOME-Sozialarbeiterinnen sowohl bei Familien als auch bei Facheinrichtungen in den Pilotstadtteilen. Unsere Schwerpunkte im Rahmen des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen“ sind zum einen das Projekt „HOME“ im Sinne einer Kooperation mit den anderen präventiven Angeboten abzustimmen und zu vernetzen und zum anderen, Möglichkeiten zu entwickeln, es auch in anderen Stadtteilen nutzbar zu machen.

Information zum Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor."

„Kein Kind zurücklassen“ ist ein richtungsweisendes Projekt der Landesregierung und der Bertelsmann-Stiftung, das langfristig die Weichen für eine bessere Bildungs- und Betreuungsarbeit in den Kommunen stellt. Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen mehr Chancengleichheit bieten und bessere Entwicklungsperspektiven schaffen und die Eltern dabei unterstützen. Und wir wollen dafür sorgen, dass notwendige Unterstützung früher und gezielter bei Kindern und ihren Familien ankommt. Deswegen helfen wir, in den Städten vorhandene Kräfte, z. B. Kitas, Gesundheits- und Jugendämter, Schulen oder berufliche Bildungsträger zu bündeln und besser zu vernetzen. Das tun wir, damit Kinder und ihre Familien bei Bedarf vom Zeitpunkt vor der Geburt bis zum Eintritt ins Berufsleben lückenlos begleitet und unterstützt werden können.

Die Stadt Mönchengladbach gehört zu den 18 ausgewählten Modellkommunen in NRW, in denen beispielhaft das Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen“ umgesetzt wird. Dort wird z. B. in Kindertagesstätten für Mütter von Kindern unter 3 Jahren das Sprachförderprogramm „Rucksack“ angeboten: Dank „Rucksack“ lernen Mütter mit Zuwanderungsgeschichte, ihre Kinder systematisch in entwicklungsfördernde Sprachspiele zu verwickeln, bringen ihnen so besser Deutsch bei und verbessern zugleich die eigene Erzieherkompetenz. Das ist ein Ansatz, um schon in frühen Jahren die Entwicklung eines Kindes auf den richtigen Weg zu bringen. 

NRW.de:
Wo sehen Sie für Mönchengladbach noch besonderen Bedarf an vorbeugenden Hilfen?
Oberbürgermeister Norbert Bude:

Wir haben mit dem HOME-Projekt und anderen präventiven Angeboten wie z.B. dem Fachdienst „Frühe Hilfen“ im Bereich der frühen und vorbeugenden Unterstützung von Familien sowie der frühkindlichen Bildung bereits viel geleistet und werden dies weiter tun. Sicher kann man das noch optimieren und ausbauen, ich denke da z.B. an die Gestaltung der Übergänge von Kita in die verschiedenen Schulen und von da in den Beruf. So wird die engere Verzahnung von Jugendhilfe und Schule ein Bereich sein, dem wir uns in Zukunft noch mehr widmen müssen,damit wir auch da „kein Kind zurücklassen“.

NRW.de:
Wie bewerten Sie persönlich „Kein Kind zurücklassen“ für die Gesamtentwicklung Mönchengladbachs und für die Zukunft Nordrhein-Westfalens?
Oberbürgermeister Norbert Bude:

Wir haben in Mönchengladbach mit unseren Maßnahmen bereits deutlich vor Beginn des Modellprojektes „Kein Kind zurücklassen“ die Weichen zu einer frühzeitigen, vorbeugenden Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien gestellt. Die Landesregierung bietet uns mit dem Modellprojekt die Möglichkeit,im Austausch mit anderen Städten und Gemeinden Impulse zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung geben und bekommen zu können. Insofern ist das Modellprojekt für uns alle eine große Chance. Eine Kommune allein könnte das so nicht leisten, insofern bin ich froh, dass das Land hier die Initiative gestartet hat und wir zukünftig sowohl in der Stadt Mönchengladbach als auch im ganzen Land die Lebenssituation aller Kinder und ihrer Familien so gestalten dass wir „kein Kind zurücklassen“ werden.

Zur Person:
Oberbürgermeister Norbert Bude

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