Integrationsland NRW

NRW-Kalender 2016
14. Juli 2016

Integrationsland NRW: Zwischen Postulat und Selbstverständlichkeit

70 Jahre Nordrhein-Westfalen

Als Nordrhein-Westfalen im Jahr 1946 gegründet wurde, hatten einige Landesteile schon jahrzehntelange Erfahrung mit Zuwanderern - allen voran das Ruhrgebiet. In den Folgejahren kamen weitere Zuwanderer nach NRW: Heimatvertriebene, Gastarbeiter, Spätaussiedler und zuletzt Flüchtlinge.

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Mit Material von dpa, Helge Toben

Zuwanderung spielt im Alltag von vielen Menschen eine große Rolle - manchmal ohne das wir es merken: Zerrissene Hosen und Hemden ohne Knöpfe repariert die Schneiderin aus Griechenland. In der Küche vom Pizza-Taxi stehen Köche mit türkischen Wurzeln. Die Klassenkameradin der Tochter macht Urlaub bei der Oma in Kroatien. Eine andere fährt in die USA, wo ihre Mutter herkommt. Eine Frau aus Weißrussland betreut das andere Kind im Kindergarten. 
 
Millionen von Menschen aus allen Teilen der Welt haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden", heißt es im kürzlich erschienenen Teilhabe- und Integrationsbericht" des Landes Nordrhein-Westfalen. Demnach hat mittlerweile etwa jeder vierte Einwohner einen sogenannten Migrationshintergrund. 
 
Menschen mit Migrationshintergrund gehören in unserer Gesellschaft heute ganz selbstverständlich dazu", stellt Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Rainer Schmeltzer fest. In den 1960er Jahren sei man noch davon ausgegangen, dass die damaligen Gastarbeiter" nach ein paar Jahren wieder in ihre Heimatländer zurückgehen würden. Inzwischen leben viele Familien in der dritten Generation hier. Die jungen Leute sprechen fließend deutsch, haben immer bessere Bildungsabschlüsse, und Ingenieure, Ärztinnen, Journalisten oder Polizistinnen mit türkischen oder italienischen Namen sind mittlerweile eine Selbstverständlichkeit", so der Minister.
 
Auch der Wissenschaftler Hidir Celik vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) teilt diese Feststellung: Wir haben viel geleistet als Gesellschaft: dass wir diese Vielfalt haben; dass wir diese als normal betrachten." Aber es blieben auch Aufgaben, die gemeistert werden müssen: Es gibt Jugendliche der dritten Generation, die noch nicht das Gefühl haben, dass sie hier zu Hause sind." Den Schlüssel sieht Celik vor allem in der Bildung: Die Schule erfolgreich absolvieren, eine Ausbildung machen und beruflich ankommen, damit die Jugendlichen das Gefühl bekommen, dass sie ein Teil dieser Gesellschaft sind."
 
70 Jahre Integration in Nordrhein-Westfalen: Wie geht es in Zukunft weiter? Rund 330.000 Flüchtlinge und Asylsuchende kamen im vergangenen Jahr nach NRW. Dieses Jahr wird mit weiteren 60.000 bis 80.000 Schutz suchenden Menschen gerechnet. Wir setzen auf Integration von Beginn an", schreibt Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute im Integrationsbericht. Und er verspricht: Wer mit Bleibeperspektive hier ist, dem werden wir bei uns ein Leben in Würde und Sicherheit ermöglichen."

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