InnovationCity roll out

2. Mai 2016

InnovationCity Ruhr geht mit 20 neuen Quartieren für integrierte Entwicklungskonzepte in die Fläche

Erfolgskonzept InnovationCity Ruhr wird auf weitere Kommunen im Ruhrgebiet ausgedehnt

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat bei der Veranstaltung „InnovationCity – Klimaschutz als Katalysator für die Modernisierung von Stadtquartieren“ in Oberhausen die 20 Gewinner-Quartiere des „InnovationCity roll out“ bekanntgegeben. In den ausgewählten Quartieren der Metropole Ruhr sollen ganzheitliche Quartiersentwicklungen nach dem Vorbild der „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ initiiert werden.

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Unter dem Namen „InnovationCity roll out“ ist eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet gestartet. Eine strukturpolitische Anstrengung für das Ruhrgebiet, die gemeinsam vom Land Nordrhein-Westfalen und der Industrie finanziert wird. Die vom Initiativkreis Ruhr getragene Innovation City Management GmbH ist Projektträger und wird von der RWE Stiftung für Energie & Gesellschaft, der NRW.BANK und dem Initiativkreis Ruhr unterstützt. Das Land NRW fördert das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Nach der offiziellen Benennung der Gewinner-Städte wird das Erfolgskonzept InnovationCity Ruhr auf weitere Kommunen im Ruhrgebiet ausgedehnt. Ziel ist es, den einzigartigen, initial für Bottrop entwickelten Prozess auf weitere Städte im Ruhrgebiet zu übertragen. In insgesamt  20 ausgewählten Quartieren der Metropole Ruhr sollen ganzheitliche Quartiersentwicklungen nach dem Vorbild der „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ initiiert werden.

Fortschrittsmotor Klimaschutz

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft stellte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Modellstadt Bottrop für Nordrhein-Westfalen heraus: „Bottrop demonstriert seit nunmehr fünf Jahren, wie klimagerechter Stadtumbau geht. 16 Prozent aller Wohngebäude im Projektgebiet sind in diesem Zeitraum energetisch modernisiert worden. Mit einer jährlichen Modernisierungsrate von rund drei Prozent, geht in Bottrop die energetische Sanierung mehr als drei Mal schneller voran als im Rest der Republik. Hier läuft der Fortschrittsmotor Klimaschutz“, sagte die Ministerpräsidentin in ihrer Eröffnungsrede.

Im November 2010 hatte die Ministerpräsidentin gemeinsam mit dem damaligen Moderator des Initiativkreises Ruhr, Dr. Wulf Bernotat, Bottrop als Sieger aus dem Wettbewerb InnovationCity Ruhr präsentiert. Der Anstoß, der damals vom Initiativkreis Ruhr ausging, habe sich als sehr wirksam erwiesen, sagte die Ministerpräsidentin: „Als Land haben wir die Idee von Beginn an unterstützt. Wir haben das gern getan, und tun dies auch gern weiter.“

Gewinner-Quartiere

Anschließend verkündete Ministerpräsidentin Kraft die von einer Fachjury für den „roll out“ ausgewählten Städte:

  • Castrop-Rauxel,
  • Dorsten, Dortmund,
  • Gelsenkirchen,
  • Gladbeck (zwei Quartiere),
  • Hamm (zwei Quartiere),
  • Herne,
  • Herten,
  • Lünen,
  • Moers,
  • ülheim an der Ruhr (zwei Quartiere),
  • Oberhausen, Oer-Erkenschwick,
  • Recklinghausen,
  • Waltrop,
  • Wesel und
  • Witten

sollen integrierte Konzepte für einzelne Quartiere erstellt werden. „Mit dem InnovationCity roll out geht das Ruhrgebiet den nächsten Schritt zu klimafreundlichen Städten der Zukunft – für 164.000 Bürgerinnen und Bürger“, betonte Ministerpräsidentin Kraft.

„InnovationCity ist Pioniert und Vorbild“

Umweltminister Johannes Remmel erläuterte in einem Vortrag die Notwendigkeit, Klimaschutzmaßnahmen auf Quartiersebene zu bündeln. „Die Steigerung der Energieeffizienz durch die energetische Modernisierung von Gebäuden und ganzen Quartieren ist ein entscheidender Baustein, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und Städte zukunftsfähig zu machen. Umso wichtiger ist es, dass wir entsprechende Best-Practice-Beispiele wie aus Bottrop auf andere Kommunen übertragen. InnovationCity ist Pionier und Vorbild auf dem Gebiet der ‚Energiewende von unten‘, die wir als Landesregierung gerne unterstützen“, so Minister Remmel.

Mit dem Projekt „InnovationCity roll out“ hat die Innovation City Management GmbH gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, der WiN Emscher-Lippe Gesellschaft zur Strukturverbesserung mbH und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH ein Konzept für einen Erkenntnis- und Erfahrungstransfer aus dem Bottroper Modellansatz entwickelt. Das Gesamtprojekt soll durch Analyse, Konzeptentwicklung und der daraus folgenden Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion erzielen und die „Energiewende von unten“ weiter vorantreiben. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“.

Ganzheitliche Stadtentwicklung als Schlüssel zum Erfolg

Der „roll out“ ist ein wesentliches Element, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. In diesem historischen Dokument haben sich 195 Staaten u. a. dazu verpflichtet, den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren und somit die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. „Dieser Absichtserklärung gilt es nun Taten folgen zu lassen, die insbesondere die Bereiche Wohnen, Energie und Stadtentwicklung beeinflussen werden. Eine ganzheitliche Herangehensweise ist notwendig, die die Stadt- und Quartiersentwicklung umfassend in den Fokus setzt und dabei Kommunen, Wohnungswirtschaft, Energieversorger sowie die Akteure vor Ort miteinbezieht“, erklärte Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH.

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