Informationen für Unternehmen

Brexit: Informationen für Unternehmen

Mit dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU auf Grundlage des im Oktober 2019 neuverhandelten Austrittsabkommens wird es eine Übergangsphase geben, die bis zum 31. Dezember 2020 andauern wird. Für die Zeit nach Ende der Übergangsphase verhandeln EU-Kommission und die britische Regierung derzeit ein Abkommen, das Regelungen für den Waren- und Güterverkehr nach Ende der Übergangsphase regeln soll. Sollte bis zum Ende der Übergangsphase kein Abkommen ausgehandelt werden, muss sich die Wirtschaft auf weitreichende Änderungen einstellen. In einem solchen Fall gelten für den Warenverkehr mit dem Vereinigten Königreich nach Ablauf der Übergangsphase die allgemeinen zollrechtlichen Bestimmungen.

Brexit-Betroffenheit und -vorbereitung

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist absehbar, dass insbesondere Unternehmen vom Brexit betroffen sein werden, die integrierte Liefer- und Wertschöpfungsketten mit dem und im Vereinigten Königreich haben. Um die Betroffenheit und die Vorbereitung der nordrhein-westfälischen Unternehmen zu ermitteln, hat das Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens (NRW) eine Studie beim Institut der deutschen Wirtschaft in Auftrag gegeben, die den Vorbereitungsstand der NRW-Wirtschaft auf den Brexit untersucht. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Damit Sie den Anpassungsbedarf für ihr Unternehmen eigens feststellen können, hat die Industrie- und Handelskammer eine Brexit-Checkliste veröffentlicht. Deutsche Wirtschaftsverbände haben außerdem ein „Brexit-Kompendium“ erstellt, um branchenspezifische Anliegen der deutschen Wirtschaft in einem Nachschlagewerk zu bündeln. Ausführliche Informationen der Europäischen Kommission zu einzelnen Themenbereichen in Hinblick auf die Zeit nach der Übergangsphase finden Sie hier. Weitere Ansprechpartner finden Sie hier.

Gesellschaftsrecht

Für Unternehmen in einer britischen Rechtsform erlischt mit dem Brexit die Niederlassungsfreiheit in Deutschland. Die Gesellschaften werden demnach nicht länger als solche anerkannt. Um den betroffenen Unternehmen einen Wechsel in eine inländische Rechtsform zu ermöglichen, ist für eine Übergangszeit eine vereinfachte Möglichkeit eines geordneten Wechsels in eine andere Rechtsform vorgesehen. Detaillierte Informationen zum entsprechenden Gesetz finden Sie hier.

Ein- und Ausfuhrkontrollen: Vorbereitung des Zolls auf verstärkte Kontrollen

Sollte nach dem Ende der Übergangsphase kein Abkommen zwischen der EU und der britischen Regierung ausgehandelt worden sein, gelten gemäß den Verpflichtungen der Europäischen Union (EU) im Rahmen der Welthandelsorganisation sämtliche einschlägigen EU-Rechtsvorschriften für die Warenein- und -ausfuhr. Zölle für den Warenverkehr zwischen dem Vereinigten Königreich und der Bundesrepublik Deutschland richten sich dann nach dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT). Weitere Informationen finden Sie  auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Steuerrecht und Finanzmarktregulierung

Mit dem sogenannten Brexit-Steuerbegleitgesetz und dem Brexit-Übergangsgesetz hat die Bundesregierung den fachlich notwendigen Gesetzgebungsbedarf in verschiedenen Bereichen des Steuerrechts aufgegriffen, der sich daraus ergibt, dass das Vereinigte Königreich bei einem Brexit zu einem Drittstaat wird. Ziel der steuerlichen Regelungen ist es, in bestimmten Bereichen der Unternehmensbesteuerung sowie der „Riester“-Förderung, in denen der Brexit eine als unangemessen erachtete Rechtsfolge auslösen würde („Brexit als schädliches Ereignis“), den betroffenen Steuerpflichtigen Bestandsschutz zu gewähren und Rechtssicherheit zu schaffen. Für den Fall eines Brexit ohne Austrittsabkommen wird z.B. im Bank- und Versicherungsbereich die Möglichkeit eingeräumt, Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich, die bislang grenzüberschreitend im Inland tätig waren, zu gestatten, ihr Bestandsgeschäft für einen Übergangszeitraum bis spätestens Ende 2020 grundsätzlich fortzuführen. Ebenfalls wurden bestandsschützende Regelungen im Bereich des Pfandbriefgesetzes und des Bausparkassengesetzes aufgenommen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums der Finanzen.

 

Hinweis

Bitte beachten Sie

Bei den vorliegenden Darstellungen handelt es sich um unverbindliche Ausführungen der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die nicht zwangsläufig den aktuellsten Entwicklungen angepasst werden. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Ausführungen wird keine Gewähr und auch keine Haftung übernommen. Eine Beschreitung des Rechtsweges im Zusammenhang mit diesen Ausführungen ist ausgeschlossen.

Pressestelle

Kontakt

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
 
 
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30