Prävention durch Präsenz vor Ort

Das Foto zeigt einen Stuhlkreis mit mehren Menschen, die miteinander diskutieren.
30. Juni 2015

Gute Vernetzung verschiedener Akteure in Düsseldorf

So funktioniert "Kein Kind zurücklassen!" in Düsseldorf

Mit Präventionsmanagern in ausgewählten Stadtteilen versucht Düsseldorf, engen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern herzustellen und so passgenaue Hilfen zu entwickeln, die auch bei den Menschen ankommen. Ein gutes Kooperationsnetz verschiedener Akteure aus dem Bereich Gesundheit, Erziehung und Bildung gibt es schon im Stadtteil Hassels Nord.

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Gleich mehrere Ziele hat sich die Stadt Düsseldorf gesetzt, um ein gelingendes Aufwachsen zu fördern und soziale Folgekosten zu reduzieren: Familien sollen besser über Angebote und Projekte informiert und bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt gefördert werden. Weitere Schwerpunkte sind unter anderem der Ausbau der Präventionsarbeit für Jugendliche und die Vernetzung und Qualiikation von Fachkräften vor Ort. Diese Ziele will die Stadt Düsseldorf mit einem so genannten "kleinräumigen Ansatz" erreichen. Klaus Kaselofsky vom Düsseldorfer Jugendamt geht davon aus, dass Betrachtungen mit einer überschaubaren Personenanzahl sinnvoller sind, um passgenaue Hilfen zu entwickeln. „So entstand die Idee, die Arbeit der Stadtbezirksteams durch eine personelle Ressource, die sogenannten Präventionsmanager, zu ergänzen“, erklärt er. Diese haben intensiven Kontakt sowohl zu den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch zu den Institutionen vor Ort – an insgesamt drei Modellstandorten in Düsseldorf, zu denen auch der Stadtteil Hassels zählt. Die zwei anderen Standorte sind Wersten und Rath.

„In Sozialräumen wie diesen, in denen ein überdurchschnittlicher Anteil der Familien einen besonderen Unterstützungsbedarf hat, ist es besonders wichtig, passgenaue Hilfen zu entwickeln und gute Kooperationsstrukturen sicherzustellen“, so Thomas Klein, Jugendhilfeplaner der Stadt Düsseldorf. Die Entwicklung dieser Sozialräume werde daher von den Stadtbezirksteams des Jugendamtes
sehr intensiv verfolgt. Die Stadtbezirksteams, die aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendförderung, Tageseinrichtungen der sozialen Dienste und der Jugendhilfeplanung bestehen, sollen Unterstützungsbedarfe identiizieren und dann mit den passenden Akteurinnen und Akteuren vor Ort Angebote entwickeln.

Ein gutes langjähriges Kooperationsnetz besteht laut Jugendhilfeplanung im Stadtteil Hassels Nord. Nun soll dort eine lückenlose Gesundheitsprävention entwickelt werden. Weil, so Thomas Klein, Kindertagesstätten meist über sehr enge Beziehungen zu den Eltern verfügten, wurde die Idee einer „Kita-Eingangsuntersuchung“ geboren. Inzwischen sind die Untersuchungen bei insgesamt 70 Kindern durchgeführt worden - begleitet von der Präventionsmanagerin. Die Ergebnisse wurden dann mit den Eltern ausgewertet. Sportvereine, das Sportamt und Kita-Leitungen wählten daraufhin zwei Konzepte aus, die ab dem neuen Kita-Jahr 2014/2015 in einer Modell-Kita starteten: Ein „zertiizierter Bewegungskindergarten“ und ein Eltern-Kind-Bewegungsangebot. Die Wirkung der Maßnahmen wird sich zeigen, wenn die Kinder in die Schule kommen. Dann werden die Ergebnisse der Schul- und Kita-Eingangsuntersuchung verglichen.

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