Ausbau der wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen NRW und Chile

23. November 2015

Große Potenziale für weitere Wirtschaftskooperationen in den Bereichen Energie, Bergbau und Industrie 4.0

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht vom 22. bis 24. November Chile im Rahmen ihrer Südamerikareise. Sie wird begleitet von Wirtschaftsminister Garrelt Duin und einer 30-köpfigen Delegation von Unternehmern und Wissenschaftlern aus NRW. Mit der Reise will Ministerpräsidentin Kraft die traditionell guten Wirtschaftsbeziehungen weiter vertiefen.

2 Bewertungen
 

Chile hat in den vergangenen Jahren ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum erzielt und zählt mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Südamerika zu den wirtschaftsstärksten Ländern in der Region. Zudem plant Chile große Investitionen in Bergbau, Energie und Infrastruktur. Das macht die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Chile für nordrhein-westfälische Unternehmen sehr interessant. Bemerkenswert ist außerdem, dass nicht nur Großunternehmen mit Sitz in NRW, wie zum Beispiel Bayer, DHL, Henkel und ThyssenKrupp schon jetzt in Chile aktiv sind, sondern auch mehr als zwanzig leistungsstarke Mittelständler im südamerikanischen Land engagiert sind. Das ist eine gute Basis für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.

Generell gilt: Zwischen NRW und Chile gibt es viel Verbindendes, so zum Beispiel beim Thema Energie: Chile hat, ähnlich wie Deutschland, für die kommenden Jahre ehrgeizige Ziele formuliert, zum Beispiel für den Netzausbau, für die Energieeffizienz und für die erneuerbaren Energie. Als Energieland Nr. 1 in Deutschland und als Industriestandort mit beträchtlichem Energiebedarf verfügt NRW über viel Know-how, um eine Energieversorgung so zu gestalten, dass sie klimaverträglich bleibt, zugleich aber auch bezahlbar und sicher. Im regenerativen Anlagen- und Systembau arbeiten in Nordrhein-Westfalen über 400 Firmen der Zulieferindustrie der weltweiten Energiebranche. All das macht Nordrhein-Westfalen und seine Unternehmen für Chile als Wirtschaftspartner interessant.

Als weiteres Feld einer vertieften Zusammenarbeit beider Länder bietet sich auch das Thema "Infrastruktur" an: Die chilenische Regierung plant hier zahlreiche Projekte, unter anderem den Bau von U-Bahnen oder den Ausbau des Eisenbahnsystems. Weil Nordrhein-Westfalens international aufgestellten Baukonzerne vertraut mit der Realisierung von großen Infrastrukturvorhaben sind, können sie hier ihre Kompetenzen anbieten. Auch bei Infrastruktur und Verkehr bieten Unternehmen aus NRW Lösungen an, um den Verkehr intelligent zu steuern und auf begrenztem Raum sicher und verlässlich fließen zu lassen.

Traditionell stark ist Nordrhein-Westfalen ebenfalls bei der Bergbautechnik: Rund 80 Prozent aller deutschen Hersteller von Bergbautechnik kommen aus NRW. Viele von ihnen gehören mit ihren Angeboten zu den Weltmarktführern. Hierzu gehören auch digitale Lösungen für die Verbesserung des Rohstoffabbaus über und unter Tage. Bei der Reise sollen mit chilenischen Partnern aus dem Bergbau und aus dem universitären Bereich gemeinsam neue Lösungen entwickelt werden.

Des Weiteren ist auch in Chile "Industrie 4.0" ein Trendthema, bei dem sich NRW einbringen kann: Auf den deutsch-chilenischen Wirtschaftstagen ab dem 23. November in Santiago de Chile wollen sich Ministerpräsidentin Kraft und Wirtschaftsminister Garrelt Duin mit Experten vor Ort hierzu austauschen. Chile weiß, dass die wirtschaftliche Zukunft des Landes auch davon abhängt, ob die Industrieproduktion die Chancen der Digitalisierung richtig nutzen kann. Chile will sich zu einer technologisch geprägten Ökonomie entwickeln. Aus diesem Grund will die Politik und Unternehmerschaft in Chile sehr schnell die Chancen nutzen wollen, die sich durch Industrie 4.0 und die Digitalisierung eröffnen, nicht nur im Bergbau, sondern auch in anderen Wirtschaftsbereichen. Nach Dampfmaschine, Fließband und Industrieroboter läutet die digitale Vernetzung die 4. industrielle Revolution ein. NRW-Unternehmen – auch aus der mitreisenden Wirtschaftsdelegation – können hier sehr viel einbringen.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Kontakt

Pressestelle

Bild des Stadttors
Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen
Tel.:

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31