Freifunk-Förderung

Freifunk-Förderung

Informationen zur finanziellen Unterstützung durch die Landesregierung

So fördert die Landesregierung digitales bürgerschaftliches Engagement.

Warum unterstützt die Landesregierung Freifunk?
Die Landesregierung möchte digitales bürgerschaftliches Engagement fördern. In Freifunk-Initiativen arbeiten Ehrenamtliche daran mit, WLAN-Bürgernetze in Nordrhein-Westfalen einzurichten. In praktischen Projekten vermitteln sie zudem Medien- und Technikkompetenz: Neue Freiwillige bauen gemeinsam mit erfahrenen Freifunkenden Netze auf, bespielen Router, installieren Hotspots und organisieren sich in Stadtteilen. Solche gelebten Kompetenzprojekte will die Landesregierung fördern. Die Grundlage dafür bildet der Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2017-2022:

Wir stärken das mobile Internet durch einen Ausbau der Verfügbarkeit offener WLAN-Zugänge. Dazu werden alle Landesbehörden offenes WLAN anbieten. Wir unterstützen die Kommunen beim Angebot von offenem WLAN unter anderem durch die Nutzung von Programmen wie „WiFi4EU“. Private Freifunk-Initiativen beziehen wir dabei mit ein und unterstützen sie. (S. 30)

Übergeordnete Ziele der Freifunk-Förderung sind:

  • die Förderung von Medien- und Technikkompetenz in Freifunk-Projekten
  • die Förderung von Erprobung und Erforschung freier Bürgernetze in Pilotprojekten und neuartiger Kommunikationsmöglichkeiten in Mesh-Netzwerken.
  • die Förderung neuer Formen digitalen bürgerschaftlichen Engagements für offene, dezentrale, nicht-kommerzielle Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen.

Wie fördert die Landesregierung Freifunk?
Mit dem Förderprogramm sollen vorzugsweise juristische Personen wie Freifunk-Vereine gefördert werden, die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben und bereits erfolgreiche Aktivitäten zum Beispiel beim Aufbau offener Bürgernetze oder der Förderung schöpferisch-kritischen Umgangs mit Technologie vorweisen können. Sie können direkt bei der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen eine Zuwendung beantragen. Die Ansprechpartner finden sich unten auf dieser Seite.

Gefördert werden dabei – grob zusammengefasst – technische Komponenten zum Ausbau der Netze, wenn nötig auch Installationsarbeiten durch Fachfirmen, sowie Veranstaltungen zur Aus- und Fortbildung. Laufende Kosten, etwa für Strom oder eine Internetanbindung, können nicht gefördert werden.
Zu den verfolgten Zielen der Landesregierung zählen:

  • Ausbau und Fortentwicklung durch Freiwillige eines im Hinblick auf das Wachstum lokaler Zugangspunkte zukunftsträchtigen und leistungsfähigen Backbone-Netzwerks zur Verbindung lokaler Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen und zur Anbindung dieser an das Internet.
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Backbones von Bürgerdatennetzen in Nordrhein-Westfalen
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Bürgernetze
  • Verbreitung der Medien- und Technikkompetenz in Nordrhein-Westfalen durch Vermittlung von Wissen über Funk- Netzwerktechnologien und insbesondere über praktische Möglichkeiten von Nutzern, sich in offenen Netzen zu schützen.
Hinweis
Das Freifunk-Förderprogramm ist nicht das Gleiche wie das Projekt „100xWLAN“. Informationen zu diesem Projekt der Landesregierung gibt es hier: land.nrw/de/fragen-und-antworten-zum-pilotprojekt-100xwlan

 
Welche Projekte werden schon gefördert?
Die Landesregierung hat im Rahmen einer Zuwendung seit 2015 z.B. Projekte dieser Vereine gefördert:

  • Freifunk Hochstift e.V.: Zuwendung für den Netzausbau in Höhe von rund 12.750 Euro in 2015, 33.400 Euro in 2016 und 34.310 Euro in 2018 und 7.600 Euro in 2019 für die Durchführung des Freifunktags 2019
  • "Förderverein freie Infrastruktur e. V." Münster: Zuwendung in Höhe von rund 7.281 Euro in 2016 und 35.655 Euro in 2018
  • Freie Netzwerker e.V. Hennef: Zuwendung für den Netzausbau in Höhe von 14.373 Euro in 2016
  • Freifunk Rheinland e.V.: Zuwendung für den Ausbau des Freifunk Rheinland Backbone in Höhe von 58.380 Euro in 2017
  • roots at eifel e. V.“: Zuwendung für den Ausbau lokaler Bürgernetze in Höhe von 27.460 Euro in 2017 und 19.100 Euro in 2019
  • Netzwerk Königswinter e.V.: Zuwendung in Höhe von 17.166 Euro in 2017 für den Ausbau lokaler Bürgernetze und in Höhe von 75.972 Euro in 2019, insbesondere für die Anschaffung eines Infomobils
  • Freifunk Düsseldorf e.V.: Zuwendung für Ausbau und Fortentwicklung lokaler Backbones und Bürgernetze in Höhe von 26.990 Euro in 2017 und 2500 Euro in 2018
  • FabLab Mittmach-Werkstatt e.V. in Lünen: Zuwendung für den Ausbau lokaler Bürgernetze in Höhe von 6.860 Euro in 2017
  • Freifunk Jülich e.V.: Zuwendung für den Ausbau lokaler Bürgernetze in Höhe von 5.965 Euro in 2017
  • Freifunk Essen e.V.: Zuwendung für den Ausbau des Freifunk-Bürgernetzes in Essen in Höhe von 56.259 Euro in 2018
  • Freifunk im Ennepe-Ruhr-Kreis e. V.: Zuwendung für Ausbau und Fortentwicklung lokaler Backbones von Bürgerdatennetzen in Höhe von 1997 Euro in 2018
  • Freifunk Winterberg e.V.: Zuwendung für Ausbau des Freifunk-Netzes in der Kernstadt Winterberg in Höhe von 6.000 Euro in 2018 und 18.500 Euro in 2019
  • Freifunk Lippe e.V.: Zuwendung für den Aufbau von Backbones in Bad Salzuflen und Schötmar in Höhe von 19.000 Euro
  • Freifunk Rhein-Sieg e.V.: Zuwendung für den Ausbau eines Backbones in Troisdorf in Höhe von 15.087 Euro in 2019

Das Freifunk-Förderprogramm der Landesregierung im Überblick

Das Förderprogramm der Landesregierung unterstützt Freifunk-Vereine im Jahr 2020 mit insgesamt 300.000 Euro.

Ziele des Förderprogramms
Die übergeordneten Ziele der Freifunk-Förderung sind

  • die Verbreitung freier, offener, dezentraler, nicht-kommerzieller Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen zu steigern
  • die lokale und landesweite Backbone-Infrastruktur nicht kommerzieller freier Funknetzwerke auf der Basis der WLAN-Technologie in Nordrhein-Westfalen zu modernisieren und auszubauen
  • neue Formen digitalen bürgerschaftlichen Engagements für offene, nicht-kommerzielle Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen zu fördern, dadurch Medien- und Technikkompetenz zu steigern und die Grundlage für erweiterte Kommunikations- und Mediennutzungsmöglichkeiten zu stärken.

Dazu zählen konkret:

  • Ausbau und Fortentwicklung eines im Hinblick auf das Wachstum lokaler Zugangspunkte zukunftsträchtigen und leistungsfähigen Backbone-Netzwerks zur Verbindung lokaler Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen und zu Anbindung dieser an das Internet.
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Backbones von Bürgerdatennetzen in Nordrhein-Westfalen.
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Bürgernetze
  • Verbreitung der Medien- und Technikkompetenz in Nordrhein-Westfalen durch Vermittlung von Wissen über Funk- Netzwerktechnologien und insbesondere über praktische Möglichkeiten von Nutzern, sich in offenen Netzen zu schützen.

Gegenstand der Förderung
Gefördert werden zweckgebunden Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben in Nordrhein-Westfalen, von denen relevante Beiträge zum Erreichen der oben beschriebenen Ziele zu erwarten sind. Fördergelder können also zum Beispiel beantragt werden für:

  • Anschaffung von Hardware für Ausbau und Fortentwicklung von Backbones und lokalen Bürgernetzen in Nordrhein-Westfalen wie zum Beispiel Server, Router, Switches, Ausstattung für Richtfunkstrecken, Montagematerial, Netzwerkkabel, Blitzschutz, Antennen, Schränke, Lacke, Halterungen, Masten, Überspannungs-Ableiter, nicht aber: laufende Kosten wie Strom und ggf. Internetanbindung.
  • Notwendige professionelle Erschließung bei Aufbau und Ausbau von Bürgerfunkstandorten in Nordrhein-Westfalen wie zum Beispiel Elektroinstallation, Blitzschutz/Erdung, Brandschutz, Glasfaserverkabelung durch Fachfirmen, sofern nötig.
  • Bildung- und Fortbildung durch Veranstaltungen wie Workshops zum Ausbau und Fortentwicklung lokaler Bürgerdatennetze (z.B. Fahrkosten, Raummiete, notwendige Technik, nicht aber: Honorare für das ehrenamtliche Engagement)
  • Bildungs- und Fortbildungsmaßnahmen zur Verbreitung der Medien- und Technikkompetenz im Bereich Bürgerdatennetze bei Nutzern, insbesondere bei praktischen Maßnahmen, um den eigenen Datenverkehr in offenen Netzen zu schützen (z.B. Fahrkosten, Raummiete, notwendige Technik, nicht aber: Honorare für das ehrenamtliche Engagement)

Zuwendungsempfänger
Gefördert werden können juristische Personen (in der Regel Freifunkvereine), die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben und bereits erfolgreiche Aktivitäten vorweisen können

  • beim Aufbau offener Bürgernetze
  • und / oder der Förderung schöpferisch-kritischen Umgangs mit Technologie
  • und / oder Bildungs- und Fortbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von technischen Kenntnissen

Ansprechpartner für das Freifunk-Förderprogramm
Gelder aus dem Förderprogramm können direkt bei der Staatskanzlei NRW beantragt werden. Ansprechpartner ist Henning Albrecht, 0211/837 1663, henning.albrecht@stk.nrw.de. Er hat die nötigen Formulare und berät gern bei Nachfragen.

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