Inklusion

Inklusion

Was ist der Unterschied zwischen „zielgleicher“ und „zieldifferenter“ Förderung?

Die Grundlage für den Unterricht bilden die Lehrpläne für die Unterrichtsfächer. Darin werden für jedes Fach und bestimmte Klassenstufen Erwartungen formuliert, die deutlich machen, welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler erreichen sollen. Dabei orientieren sich die Lehrpläne an den „Bildungsstandards“, die im Rahmen der Kultusministerkonferenz für Schulabschlüsse formuliert worden sind, um eine Vergleichbarkeit des schulischen Bildungsauftrags, der durch die Länder wahrgenommen wird, zu sichern.

Allerdings gibt es Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer geistigen Behinderung oder einer nachhaltigen Lernstörung nicht in der Lage sind, die in den Lehrplänen formulierten Ziele zu erreichen, die also nicht „zielgleich“ unterrichtet werden können. Diese Schülerinnen und Schüler werden dann „zieldifferent“ unterrichtet. Grundlage für diese „zieldifferente“ Förderung sind individuelle Förderpläne, die von den Lehrkräften für diese Schülerinnen und Schüler erstellt werden. Denn auch in dieser Gruppe ist das Leistungsvermögen durchaus unterschiedlich, sindauch Stärken und Kompetenzen vorhanden, die in den Lehrplänen für die allgemeinen Schulen keine Rolle spielen. Zudem können eine erfolgreiche Förderung und eine entsprechende persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler dazu führen, dass einige von ihnen wieder an den Unterricht der allgemeinen Schulen herangeführt werden und sie die Schulabschlüsse dieser Schulen erreichen können. Bei einer geistigen Behinderung ist dies jedoch derAusnahmefall.

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