Inklusion

Inklusion

Warum schreibt die Landesregierung keine generellen Obergrenzen für „Inklusionsklassen“ vor?

Dazu müsste zunächst definiert werden, was eine „Inklusionsklasse“ ist. Wenn zum Beispiel in einer Klasse am Gymnasium eine blinde Schülerin lernt, ist dies dann eine „Inklusionsklasse“, für die eine Obergrenze definiert werden müsste? Müsste das geschehen, wenn zudem noch ein körperbehinderter Junge in der Klasse ist, der aber leistungsstark ist?

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind keine homogene, sondern eine sehr vielfältige Gruppe – wie Schülerinnen und Schüler ohne Behinderungen auch. Lernen in einer Klasse viele Schülerinnen und Schüler auf einem sehr unterschiedlichen Leistungsniveau, dann sind im Unterricht mitunter besondere Differenzierungsmaßnahmen erforderlich. Diese können beispielsweise durch zwei Lehrkräfte in einer größeren Gruppe oder auch durch zwei Lehrkräfte temporär in getrennten kleineren Gruppen erfolgen. Um möglichst häufig zwei Lehrkräfte im Unterricht einsetzen zu können, bilden manche Schulen lieber etwas größere Klassen (die dann auch einmal geteilt und mit Gruppen aus anderen
Klassen anders zusammengefügt werden können). Dies sollte durch keine Vorgaben verhindert werden. Daher beabsichtigt das Ministerium nicht, Obergrenzen für „Inklusionsklassen“ festzuschreiben. Allerdings sieht das SchulG vor, dass an weiterführenden Schulen, die Jahr für Jahr mehrere Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen, die Schulleiterin oder der Schulleiter im Einvernehmen mit dem Schulträger die Aufnahmekapazitäten begrenzen kann (siehe auch Antwort auf die vorige Frage).

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