Inklusion

Inklusion

Welche zusätzlichen Lehrerstellen stellt das Land für den Ausbau des Gemeinsamen Lernens zur Verfügung?

Vom Schuljahr 2014/2015 an soll eine neue Form der Ermittlung des Lehrerstellenbedarfs eingeführt werden. Anders als bisher sollen von diesem Schuljahr an Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die in allgemeinen Schulen lernen, immer auch beim Grundstellenbedarf dieser Schulen berücksichtigt werden. Die notwendigen Stellen für die sonderpädagogische Förderung sollen dann den Schulen gewissermaßen als „Mehrbedarf“ zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Diese Umstellung führt dazu, dass allein im Jahr 2014 rund 1000 zusätzliche Lehrerstellen zur Unterstützung des Gemeinsamen Lernens bereitgestellt werden.

Die Zahl der zusätzlichen Stellen für die Inklusion, die im Schuljahr 2012/2013 bei 1.215 lag, wird bis 2017 auf 3.215 erhöht. Einer möglichen Verdoppelung der Integrationsquote steht also weit mehr als eine Verdoppelung der zusätzlichen Lehrerstellen zur Seite.

Bei der Ermittlung des sonderpädagogischen Mehrbedarfs für die allgemeinen Schulen sollen künftig zwei Gruppen unterschieden werden:

  • Für den Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen soll dieser Mehrbedarf überregionale Stellenbudgets bereitgestellt werden, die unabhängig von der förmlichen Feststellung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung zur Verfügung stehen. Das heißt: hier geht es vor Ort im Rahmen pädagogischer Diagnostik um eine sinnvolle Verteilung dieses Budgets unter den Schulen. Eine steigende Zahl förmlicher Feststellungsverfahren würde das Budget nicht vergrößern, ein Verzicht auf die „Etikettierung“ würde es nicht verkleinern. Die landesweite Größenordnung des Stellenbudgets, aus dem auch die weiterhin existierenden Förderschulen mit den Förderschwerpunkten der Lern- und Entwicklungsstörungen mit Lehrkräften versorgt werden, entspricht demderzeitigen Stellenbedarf für die Förderung dieser Schülergruppe nach den Amtlichen Schuldaten 2012/13. Eckpunkte zur Verteilung der regionalen Stellenbudgets auf die einzelnen Schulenhat das Ministerium für Schule und Weiterbildung in einer Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulaufsicht erarbeitet und dazu auch Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Hauptpersonalräte geführt.
  • Bei den übrigen Förderschwerpunkten (Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen) soll es dabei bleiben, dass der Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in jedem Einzelfall durch einen Bescheid der Schulaufsicht festgestellt wird. Schon aufgrund der deutlich kleineren Zahl von Schülerinnen und Schüler mit diesen Behinderungen ist es schwierig, hier mit Stellenbudgets zu arbeiten. Zudem wird die Zuschreibung eines Unterstützungsbedarfs in diesen Förderschwerpunkten im Allgemeinen nicht als diskriminierend empfunden, da diese Kinder oftmals bereits seit ihren ersten Lebensjahren unterschiedliche Unterstützungsleistungen erhalten.
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