Inklusion

Inklusion

Es ist immer wieder zu hören, dass sich die Lehrkräfte überfordert fühlen. Welche Unterstützungen sind im Inklusionsprozess für die allgemeinen Schulen vorgesehen?

Schulen und Lehrkräfte, die noch keine Erfahrungen mit dem Gemeinsamen Unterricht oder Integrativen Lerngruppen haben, benötigen besondere Unterstützung. Es kommt daher darauf an, diese Schulen, die sich auf den Weg machen, mit den Schulen zu vernetzen, die bereits Erfahrungen mit dem Gemeinsamen Lernen haben. Unter anderem aus diesem Grund sind in allen 53 Schulämtern in Nordrhein-Westfalen seit 2011 Stellen für Inklusionskoordinatorinnen und -koordinatoren eingerichtet worden, deren Aufgaben zumeist von jeweils zwei Personen wahrgenommen werden.Weitere 76 Stellen sind zum Schuljahr 2013/2014 den Schulämtern zugewiesen. Die Stellen dienen dazu, Schulen personell zu entlasten, die bereits besondere Erfahrungen mit dem Gemeinsamen Lernen gemacht haben und die deshalb in der jeweiligen Region eine Vorreiterfunktion übernehmen können. Diese Schulen sollen so in die Lage versetzt werden, andere Schulen auf dem Weg zum Gemeinsamen Lernenzu unterstützen, so dass diese von den gemachten Erfahrungen profitieren (z.B. durch Hospitationen, Informationsaustausch zu konkreten konzeptionellen und organisatorischen Fragen).

Wichtig ist auch die Unterstützung durch Fortbildung. Aus allen für die Fortbildung zuständigen 53 Kompetenzteams wurden seit Herbst 2011 Moderatorinnen und Moderatoren durch Wissenschaftler der Universitäten Köln und Oldenburg qualifiziert. Inzwischen sind dabei rund 300 Moderatorinnen und Moderatoren eingebunden. Ziel der Qualifizierung ist es, dass die Moderatorinnen und Moderatoren die allgemeinen Schulen insbesondere beim Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Lern- und Entwicklungsstörungen unterstützen können.Dabei wird mit Blick auf die gebotene individuelle Förderung auch dem besonderen Bedarf an entwicklungspsychologischen und –physiologischen Kenntnissen für eine differenzierte Jungen- und Mädchenförderung Rechnung getragen. Zum Schuljahr 2013/2014 sind die Freistellungen der Moderatorinnen und Moderatoren erhöht worden, so dass diese die Schulen noch intensiver begleiten können. Weitere Fortbildungsangebote werden derzeit entwickelt.

Die Lehrkräfte der in Nordrhein-Westfalen genehmigten Ersatzschulen erhalten die Möglichkeit, zu gleichen Konditionen wie Lehrkräfte öffentlicher Schulen an diesen Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen.

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