Inklusion

Inklusion

Wie wirkt sich die Umstellung der Lehrerstellenzuweisung für die Schulen aus?

Mit der Umstellung werden bis zum Schuljahr 2017/2018 weitere 2.000 Lehrerstellen zur Unterstützung inklusiver Beschulung bereitgestellt (gegenüber dem Schuljahr 2012/2013). Gleichzeitig wird das System der Unterstützung einheitlicher für die verschiedenen Formen des Gemeinsamen Lernens gestaltet.

Bisher wurden Stellen für einen Mehrbedarf vor allem für Integrative Lerngruppen zur Verfügung gestellt – also für zieldifferent lernende Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I – und nur in geringem Umfang für den Gemeinsamen Unterricht in der Grundschule bzw. überhaupt nicht für die zielgleiche Förderung in den weiterführenden Schulen. Nun wird das Prinzip eingeführt, dass die Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung immer beim Stellengrundbedarf der allgemeinen Schule berücksichtigt werden und die Schulen zusätzliche Ressourcen für Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung erhalten.

Insgesamt führt die skizzierte Entwicklung übrigens nicht, wie vielfach behauptet wird, dazu, dass der bisherige großzügige Ressourceneinsatz künftig nicht im gleichen Umfang aufrechterhalten werden kann. Die Entscheidung, dass Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung künftig immer auch beim Stellengrundbedarf einer allgemeinen Schule gezählt werden, erfordert nämlich in erheblichem Ausmaß zusätzliche Stellen. Die damit verbundene „Doppelzählung“ erreicht dann zwar nichtden Stand der Integrativen Lerngruppe einerseits, geht aber andererseits deutlich über das hinaus, was den Grundschulen und den zielgleich lernenden Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I bisher an Stellen zur Verfügung gestellt wurde, an denen bislang die Schüler/Lehrer-Relation des sonderpädagogischen Förderschwerpunkts an die Stelle der Schüler/Lehrer-Relation der allgemeinen Schule trat. Bei der Ressourcensteuerung wird behutsam auf das neue System umgestellt. Brüche in der Stellenversorgung sollen vermieden werden.

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