Inklusion

Inklusion

Für die Integrativen Lerngruppen wurden zusätzliche Stellen als „Mehrbedarf“ bereitgestellt. Fallen diese jetzt weg?

Nein, nur die bisherige Form der Unterstützung soll verändert und auf eine breitere Grundlage gestellt werden. Mit der Umstellung der Lehrerstellen-Zuweisung für Schulen mit Gemeinsamem Lernen zum Schuljahr 2014/2015 soll das Prinzip von Grundbedarf und Mehrbedarf gewissermaßen vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Bisher blieben Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die allgemeine Schulen besuchten, beim Stellengrundbedarf für die allgemeinen Lehrkräfte dieser Schule unberücksichtigt.

Um Schulen, die Gemeinsames Lernen praktizieren, zusätzlich zu unterstützen, wurden im Rahmen jährlicher Haushaltsentscheidungen zusätzliche Lehrerstellen als Mehrbedarf bereitgestellt. Erst seit 2010 wurde die Zahl dieser Stellen deutlich erhöht und innerhalb von drei Jahren von 532 auf 1.680 mehr als verdreifacht.

Mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 sollen erstmals alle Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die eine allgemeine Schule besuchen, auch bei der Ermittlung des Grundstellenbedarfs der Schule – also bei der jeweiligen Schüler-Lehrer-Relation der Schulform – berücksichtigt werden. Zusätzlich sollen die Schulen Lehrkräfte für sonderpädagogische Unterstützung erhalten, die dem subsidiären Auftrag der Sonderpädagogik entsprechend nun den eigentlichen „Mehrbedarf“ darstellen. Dieser Mehrbedarf soll den Schulen für Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Entwicklungsstörungen aus einem Budget zugewiesen werden, für die anderen Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung individuell nach der jeweiligen Schüler-Lehrer-Relation des festgestellten Förderschwerpunkts.

Die entsprechenden Regelungen werden zu gegebener Zeit wirkungsgleich auch der Bemessung der Landeszuschüsse für genehmigte Ersatzschulen im Lande zugrunde gelegt.

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