Inklusion

Inklusion

Wie „funktioniert“ das Stellenbudget für den Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen?

Mit dem Schuljahr 2014/2015 werden regionale Stellenbudgets für die sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen gebildet. Das entspricht dem tatsächlichen Bedarf zur sonderpädagogischen Förderung dieser Schülergruppeim Schuljahr 2012/13 an allen Förderorten.Das Stellenbudget umfasst 9.406 Stellen.

Aus diesen regionalen Budgets werden sowohl den Förderschulen als auch den allgemeinen Schulen Stellen für die Förderung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen zugewiesen. Bei den Förderschulen erfolgt dies auf der Grundlage einer einheitlichen Bewirtschaftungsrelation für die drei Förderschwerpunkte von 9,92.

In Höhe der Differenz zwischen der neuen einheitlichen Relation und den bisherigen drei unterschiedlichen Relationen enthalten die regionalen Budgets Stellen für einen Mehrbedarf. Dieser Mehrbedarf kann den Förderschulen als Ausgleich für den durch die einheitliche Relation veränderten Stellenbedarf zugewiesen werden. Dabei wird die Schulaufsicht insbesondere dafür Sorge tragen, dass mit der Umstellung auf regionale Budgets Brüche in der Unterrichtsversorgung vermieden werden.

Von den auf die allgemeinen Schulen entfallenden Stellen aus den regionalen Budgets sollen mindestens 50 Prozent den Grundschulen zugewiesen werden, da die Zahl der Grundschulen als Orte des Gemeinsamen Lernens u.a. wegen einer schwierigen Schwerpunktbildung bei der Aufnahme sehr hoch ist und die Inklusionsquote in der Grundschule fast doppelt so hoch ist wie in der Sekundarstufe I. Grundschulen mit Angeboten des Gemeinsamen Lernens sollen mindestens eine halbe Stelle pro Zug bzw. mindestens eine ganze Stelle pro Schule erhalten. Bei Grundschulen mit mehr als zwei Zügen entscheidet die Schulaufsicht, ob über die ganze Stelle hinaus Zuweisungen erfolgen müssen.

Von den auf die allgemeinen Schulen entfallenden Stellen aus den regionalen Budgets sollen bis 50 Prozent den weiterführenden Schulen zugewiesen werden. In der Regel soll die Zuweisung mindestens eine ganze Stelle pro Zug umfassen; Bei Schulen mit mehr als zwei Zügen entscheidet die Schulaufsicht im Rahmen ihrer Gestaltungsmöglichkeiten, ob mehr als zwei Stellen zugewiesen werden. Beistarker Bündelung kann die Schulaufsicht bis zu zwei Stellen pro Zug zuweisen.

In beiden Schulstufen soll an den Status Quo der Schulen mit Angeboten im Gemeinsamen Lernen angeknüpft werden.

In diesem Rahmen erhält die Schulaufsicht einen notwendigen Gestaltungsspielraum, um besonderen Einzelfällen Rechnung tragen zu können und regionale Entwicklungsprozesse anstoßen zu können.

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