Inklusion

Inklusion

Viele Kompetenzzentren, die den Gemeinsamen Unterricht in der Region vorangetrieben haben, liegen nun unterhalb der Mindestgröße für Förderschulen. Wie wird die erfolgreiche Arbeit weiterentwickelt?

Die am Schulversuch beteiligten Förderschulen waren nicht an die Vorgaben zur Mindestgrößenverordnung gebunden. Dies war möglich, weil die Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung, die zum Kompetenzzentrum gehörten, zwar in allgemeinen Schulen unterrichten konnten, aber gleichzeitig weiterhin zum Kollegium der Förderschule/des Kompetenzzentrums für sonderpädagogische Förderung (KsF) gehörten. Genau dies sehen unter anderem der Gutachter Prof. Rolf Werning und viele allgemeine Schulen mit langjähriger GU-Erfahrung allerdings als kritisch an. „Inklusion muss Sache der allgemeinen Schule werden und kann auf Dauer nicht aus der Förderschule heraus betrieben werden“ lautet die Auffassung. Auch der Landtag hat verschiedentlich bekräftigt, dass deshalb Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung zum Kollegium der allgemeinen Schulen gehören sollen.

Die KsF-Regionen sollen eine verlängerte Übergangszeit erhalten, wenn die neu gefasste Verordnung über die Mindestgröße von Förderschulen in Kraft tritt (s. hierzu § 2 Abs. 1 Satz 2 der VO). Auf diese Weise soll genügend Zeit eingeräumt werden, das Förderschulangebot dem Bedarf entsprechend anzupassen und beispielsweise verschiedene Förderschulen bzw. Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung zusammen zu legen – gegebenenfalls auch an verschiedenen Standorten.

Das, was durch die KsF in der Region an Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie der Jugendhilfe entstanden und geleistet worden ist, kann und sollte dann durch die Förderschulen oder beispielsweise auch durch Schwerpunktschulen in der Region, an denen in größerer Zahl Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung unterrichtet werden, fortgeführt werden.

In allen Schulamtsbezirken werden künftig – wie schon jetzt in den KsF-Regionen – Stellenbudgets für Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen zu verwalten sein. In den KsF-Regionen erfolgte die Personaleinsatzplanung durch die Leitung des KsF in Absprache mit den Schulleitungen der allgemeinen Schulen der Region. Künftig soll diese Personaleinsatzplanung Aufgabe der Schulaufsicht sein. Die Lehrkräfte sollen fest zum Kollegium der Schulen gehören, an denen sie unterrichten. Vorgaben für die Steuerung des Stellenbudgets hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen in einer Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulaufsicht gebildet und dazu auch Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Hauptpersonalräte geführt. (siehe auch Antworten zu Fragen in Abschnitt C). Sicherlich kann es sinnvoll sein, dass zur Vorbereitung dieser Planungen die Schulaufsicht auf bestehende Strukturen in den KsF-Regionen zurückgreift.

Den Schulleitungen auslaufender Förderschulen und Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung soll zudem ermöglicht werden, an allgemeinen Schulen im Rahmen einer erweiterten Schulleitung mit einem besonderen Aufgabenprofil den Inklusionsprozess zu unterstützen und die sonderpädagogische Fachlichkeit durch die Bildung von so genannten Expertise-Zirkeln zu sichern (siehe auch Antwort auf Frage 46). Dabei wird auch zu prüfen sein, inwieweit sie bei diesen Aufgaben die Schulaufsicht unterstützen können.

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