Inklusion

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Warum wird der Schulversuch „Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung“ zum Schuljahr 2014/2015 beendet?

Alle Schulversuche sind zeitlich befristet. Der im Schuljahr 2008/2009 begonnene Schulversuch „Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung“ war ursprünglich auf drei Jahre angelegt. Er ist durch die Landesregierung verlängert worden.

Das neue Schulgesetz bestimmt, dass Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung mit Ablauf des Schuljahres2013/14 in Förderschulen überführt werden, wobei zentrale Elemente des Schulversuchs auf ganz Nordrhein-Westfalen übertragen werden.

Demnach haben die Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung (KsF) eine wichtige „Türöffner-Funktion“ gehabt und Netzwerke erfolgreich aufgebaut, was dazu führte, dass die allgemeinen Schulen besser eine „Kultur des Behaltens“ entwickeln konnten. Zudem wurde die Zusammenarbeit zwischen allgemeinen Schulen und Förderschulen erleichtert.

Ein wesentliches Merkmal des Schulversuchs ist, dass bei den Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen die Zahl der Stellen für Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung unabhängig von der tatsächlichen Zahl von Schülerinnen und Schülern mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache zur Verfügung gestellt wurde. Das heißt: die Zahl der AO-SF-Verfahren in diesem Bereich hatte keine Auswirkungen auf die Zahl der Lehrerstellen. Diese standen auch zur Verfügung, wenn auf AO-SF-Verfahren weitgehend verzichtet wurde.

Mit zunehmender Dauer des Schulversuchs wurde in den KsF-Regionen für den Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen daher als besonders positiv wahrgenommen, dass im Rahmen des dort zur Verfügung stehenden Lehrerstellenbudgets auch eine so genannte „präventive“ Förderung möglich wurde, also eine flexiblere, zeitlich begrenzte Förderung von Schülerinnen und Schülern, bei denen (noch) kein formaler Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung festgestellt wurde.

Dieses zentrale und erfolgreiche Element des Schulversuchs soll zum Schuljahr 2014/2015 auf ganz Nordrhein-Westfalen übertragen werden. Aus diesem Grund soll zum selben Zeitpunkt der Schulversuch beendet werden. Zum Ende eines jeden Schulversuchs muss entschieden werden, welche Elemente „in die Fläche“ übertragen werden und welche nicht. Die Kompetenzzentren werden als Förderschulen fortgeführt werden.

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