Forensische Kliniken

Forensische Kliniken

Gab es in der Vergangenheit Ausbrüche oder Freigänge aus forensischen Kliniken, bei denen die Straftäterin oder der Straftäter erneut straffällig wurden?

Ein Grundprinzip der Forensik lautet: Straftäterinnen und Straftäter, die weiterhin als gefährlich gelten, kommen aus der Einrichtung nicht heraus. Aus den in den vergangenen zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen neu errichteten forensischen Kliniken konnte bislang keine Patientin und kein Patient ausbrechen. An keinem der bisher 14 Standorte von Maßregelvollzugskliniken hat sich durch die Existenz einer solchen Klinik die Kriminalitätsrate im Umfeld der Einrichtung messbar erhöht.

Wenn eine Therapie so erfolgreich verlaufen ist, dass der Patient oder die Patientin die Stufe des unbegleiteten Freigangs erreicht hat, kommt es in äußerst seltenen Fällen zu Straftaten. Die weitaus größte Zahl der Straftaten stellen hierbei Eigentumsdelikte durch suchtkranke Patientinnen und Patienten dar.

Für Patientinnen und Patienten besteht nach entsprechend erfolgreicher Therapie ein Rechtsanspruch auf Lockerungen. Eine Person darf nur so lange eingesperrt werden, wie ihre Erkrankung und der Grad der Gefährlichkeit dies notwendig machen. Vollzugslockerungen dienen der Behandlung. Ausgänge werden aber nur genehmigt, wenn die Patientin oder der Patient von den Pflegerinnen, Pflegern, Ärztinnen und Ärzten nicht mehr gefährlich eingeschätzt wird. Die therapeutische Leitung trifft ihre Entscheidung entsprechend landeseinheitlicher Grundsätze für Vollzugslockerungen. Bei besonders schwierig zu beurteilenden Patientinnen oder Patienten muss ein Gutachten eingeholt werden.
 

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