Familienplanung / Geburt ihres Kindes

Familienplanung / Geburt ihres Kindes

Was ist bei der Namensgebung für das Kind zu beachten?

Beim Standesamt des Geburtsortes erfolgt auch die Wahl des bzw. der Namen und des Familiennamens des Kindes. Grundsätzlich unterliegt die Wahl des Familiennamens dem Recht des Staates, dem das Kind angehört. Ist ein Elternteil ausländischer Staatsangehöriger oder Mehrstaater, können die Eltern die Namensführung des Kindes nach dem Recht des Staates bestimmen, dem ein Elternteil angehört. Hat ein Elternteil seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland, kann auch das deutsche Recht gewählt werden. Für die Wahl eines Namens nach dem Heimatrecht des Vaters ist eine rechtswirksame Vaterschaftsanerkennung erforderlich.

Für Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit bzw. für Kinder mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen sich die Eltern für die Namensgebung nach deutschem Recht entscheiden, gilt: Haben die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes einen durch Eheschließung erworbenen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen), so erhält auch ihr Kind diesen Namen. Hat ein Ehegatte seinen Geburtsnamen dem Ehenamen voran- oder nachgestellt, ist das für den Familiennamen des Kindes unerheblich. Das Kind erhält nur den Ehenamen.

Führen die Eltern verschiedene Familiennamen und haben sie das gemeinsame Sorgerecht, müssen sie nach der Geburt ihres Kindes den gewünschten Familiennamen des Kindes beim Standesamt eintragen lassen. Das gilt für miteinander verheiratete Eltern genauso wie für nicht miteinander verheiratete Eltern, die die gemeinsame elterliche Sorge erklärt haben. Haben die nicht miteinander verheirateten Eltern vor der Geburt des Kindes ein gemeinsames Sorgerecht erklärt, entscheiden die Kindeseltern bei Anmeldung der Geburt – spätestens innerhalb der Frist eines Monats nach Geburt – welchen Familiennamen das Kind erhalten soll. Erfolgt die Erklärung zum gemeinsamen Sorgerecht später, können sie bei Anmeldung der Geburt – spätestens innerhalb von drei Monaten nach Sorgeerklärung – entscheiden, ob das Kind den Familiennamen der Kindesmutter beibehält oder den Familiennamen des Vaters annehmen soll. Wichtig: Möchten die Eltern unmittelbar bei der Anmeldung des Kindes die für weitere Anträge notwendigen Geburtsurkunden erhalten, muss die Entscheidung für den Familiennamen des Kindes feststehen.

Können sich die Eltern nicht auf einen Familiennamen einigen, so überträgt das Familiengericht die Entscheidung einem der beiden Elternteile. Ein aus den Familiennamen beider Elternteile zusammengesetzter Doppelname kann nicht gebildet werden.

Hat nur ein Elternteil das Sorgerecht, erhält das Kind grundsätzlich dessen Familiennamen. Soll das Kind den Namen des anderen Elternteils tragen, kann dieser mit Einwilligung beider Elternteile an das Kind vergeben werden.
 

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