Familienplanung / Geburt ihres Kindes

Familienplanung / Geburt ihres Kindes

Wie kann ich die Vaterschaft anerkennen lassen?

Sind Mutter und Vater zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes miteinander verheiratet, gilt automatisch der Ehemann als Vater des Kindes. Er muss sich also nicht weiter zur Vaterschaft erklären.

Väter, die nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet sind, können die Vaterschaft kostenlos anerkennen lassen. Die Vaterschaftsanerkennung erfordert die Zustimmung der Kindesmutter (§ 1595 BGB). Sie ist nur dann rechtswirksam, wenn sie von dazu ermächtigten Beschäftigten des Jugendamtes oder auch von Urkundsbeamtinnen oder -beamten der Amtsgerichte, Standesbeamtinnen oder -beamten, Notarinnen oder Notaren sowie Konsularbeamtinnen oder -beamten deutscher Auslandsvertretungen beurkundet ist. Für den Fall, dass die Kindesmutter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes noch nicht geschieden oder die Ehe noch nicht aufgehoben, die Scheidung aber bereits eingereicht ist, gilt das Kind zunächst als Kind des Ehemannes. Bis zum Ablauf eines Jahres nach der rechtskräftigen Scheidung kann der Kindesvater die Vaterschaft mit Zustimmung des ehemaligen Ehemannes anerkennen und beurkunden lassen. In diesem Fall wird die Anerkennung frühestens mit Rechtskraft des Scheidungsurteils wirksam.

Die Vaterschaftsanerkennung kann schon vor der Geburt erledigt werden. Das hat den Vorteil, dass der Vater dann auch in die Geburtsurkunde des Kindes mit aufgenommen werden kann. Die Vaterschaftsanerkennung kann nur persönlich erklärt werden, auch die Zustimmungserklärungen der Mutter und ggf. des noch nicht geschiedenen Ehemannes können nur persönlich abgegeben werden.

Die Vaterschaftsanerkennung erfolgt nach deutschem Recht, wenn das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Das gilt auch, wenn der Vater zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes staatenlos, heimatloser Ausländer, Asylberechtigter oder ausländischer Flüchtling war oder wenn seine Staatsangehörigkeit nicht festgestellt werden kann und er seinen Aufenthalt im Inland hat. In allen anderen Fällen richtet sich die Anerkennung der Vaterschaft zu einem Kind nach ausländischem Recht. Hier sind die Rechtsbestimmungen des betreffenden Staates maßgeblich und können bei der diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes erfragt werden.

Die beurkundete Vaterschaft schafft verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Vater und Kind mit unterhalts- und erbrechtlichen Folgen. Das Sorgerecht und die Wahl des Familiennamens des Kindes sind davon unabhängige Erklärungen.
 

bislang nicht bewertet
 

Weitere Fragen

Zu Diesem Thema

Verwandte

Themen

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.

Service

FragNRW

Ihre Frage ist nicht dabei? Dann rufen Sie uns an unter 0211/837-1001 oder nutzen Sie unser Formular.