Einbürgerung

Einbürgerung

Was ist die Ermessenseinbürgerung?

Auch wenn Sie keinen Anspruch auf Einbürgerung haben, können Sie sich vielleicht einbürgern lassen. Das geht, wenn nach Einschätzung der Einbürgerungsbehörden ein öffentliches Interesse an Ihrer Einbürgerung besteht. Das nennt man „Ermessenseinbürgerung”. Dazu müssen Sie einige Mindestanforderungen erfüllen:

  • Sie bzw. Ihr Erziehungsberechtigter stellen/stellt einen Antrag.
  • Sie leben rechtmäßig in Deutschland.
  • Sie dürfen nicht wegen einer Straftat verurteilt sein. Es gelten die gleichen Ausnahmen wie bei der Anspruchseinbürgerung. Weitergehende Ausnahmen sind nur in ganz besonderen Härtefällen möglich.
  • Sie haben eine Wohnung oder andere Unterkunft.
  • Sie können sich und Ihre Angehörigen aus eigener Erwerbstätigkeit oder aus Ihrem Vermögen versorgen. Können Sie Ihren Unterhalt nur durch Inanspruchnahme öffentlicher Mittel (z.B. SGB II oder XII) sichern, ist eine Einbürgerung nur in besonderen Ausnahmefällen möglich.

Wenn Sie diese Bedingungen erfüllen, können sich die Einbürgerungsbehörden für Ihre Einbürgerung entscheiden. Dabei werden jedoch in der Regel folgende Voraussetzungen verlangt:

  • Sie müssen Ihre bisherige Staatsangehörigkeit bei der Einbürgerung aufgeben.
  • Sie haben ausreichende deutsche Sprachkenntnisse. Bei älteren Personen, die das sechzigste Lebensjahr vollendet haben und seit 12 Jahren in Deutschland leben, sind die Ansprüche an ihre Deutschkenntnisse etwas geringer.
  • Sie haben Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland.

Auch die „Ermessenseinbürgerung” wird in der Regel erst nach acht Jahren vorgenommen.

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