Einbürgerung

Einbürgerung

Was versteht man unter dem Geburtsortsprinzip?

Neben dem Abstammungsprinzip gilt in Deutschland auch das Geburtsortsprinzip.
Das heißt: Ein Kind, das in Deutschland  geboren wird, ist mit der Geburt automatisch Deutsche oder Deutscher, auch wenn beide Elternteile keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
Dazu müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So muss zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes zumindest ein Elternteil seit mindestens acht Jahren rechtmäßig in Deutschland leben und entweder ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder eine Aufenthaltserlaubnis aufgrund des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Schweiz haben.
Ein unbefristetes Aufenthaltsrecht haben zum Beispiel Personen mit einer Niederlassungserlaubnis oder einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG sowie freizügigkeitsberechtigte Unionsbürger bzw. gleichgestellte Staatsangehörige aus Island, Liechtenstein oder Norwegen sowie deren Familienangehörige und Lebenspartner. Ein unbefristetes Aufenthaltsrecht haben aber auch türkische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie deren Familienangehörige.
Haben Vater oder Mutter ein unbefristetes Aufenthaltsrecht, sind für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit keine zusätzlichen Anträge nötig. Dann wird das Kind automatisch bei Geburt Deutsche oder Deutscher.
Ein Standesbeamter prüft, ob die genannten Anforderungen erfüllt sind. Von ihm erhalten Sie einen Vordruck, in dem Sie die entsprechenden Angaben eintragen.

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