Dr. Norbert Walter-Borjans

Porträtfoto Dr. Norbert Walter-Borjans, Finanzminister

Dr. Norbert Walter-Borjans

Finanzminister

Dr. Norbert Walter-Borjans wurde am 17. März 1952 in Krefeld-Uerdingen geboren. Er ist seit dem 15. Juli 2010 Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Erfahren Sie hier mehr über den Menschen Norbert Walter-Borjans und seine Politik.

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Norbert Walter-Borjans wurde einmal gebeten, sich zwischen zwei Filmtiteln zu entscheiden, die sein Amt beschreiben sollten. Erstens „Mission Impossible“ und zweitens – „Ich nehme die Variante zwei“, sagte der Minister rasch, ohne überhaupt die Alternative abzuwarten. Da müsse er gar nicht erst nachdenken, denn das Amt des Finanzministers sei ganz sicher keine unlösbare Aufgabe. „Es ist eine unglaublich spannende Herausforderung.“

Den zweiten Titel „Superman“ wollte der Minister allerdings auch nicht unbedingt akzeptieren. Es gehe darum, den schmalen Grat zu finden, der zwischen Sparen und Ausgeben zu einer verantwortungsvollen Politik für Nordrhein-Westfalen führe. „Finanzminister sind immer die Spaßverderber, weil sie die Grenzen des Machbaren hüten müssen. Sie müssen nicht nur den anderen Ministerinnen und Ministern, sondern auch der Öffentlichkeit klarmachen, dass erwartete Leistungen Geld kosten: entweder Steuern oder Kredite. Das hört niemand gern, aber Adam Riese lässt uns keine andere Möglichkeit.“

Norbert Walter-Borjans hat eine klare Ziel­setzung: vorsorgende und nachhaltige Finanzpolitik. „Vorbeugung jetzt anstelle von Reparaturkosten in der Zukunft. Das ist die intelligente Form der Schuldenbremse, weil wir so die Ausgaben nachhaltig senken und Wirtschafts­kraft und Einnahmen stärken.“

Sparen um des Sparens willen hält der Minister für kurzsichtig. „Wir müssen die wichtigsten Investitionen etwa in Bildung und Betreuung sowie die Erfüllung kommunaler Aufgaben sichern.“ Andernfalls entstünden die Schulden entweder bei den Städten, oder deren Grundversorgung bräche an vielen Stellen zusammen. „Die meisten Kommunen sind überwiegend unverschuldet in die Schuldenfalle geraten. Bund und Land haben ihnen immer mehr Lasten aufgebürdet, ohne sie mit entsprechenden Mitteln auszustatten. Wenn Kommunen handlungsunfähig werden, ist das eine Gefahr für die Demokratie.“

Mit Adam Riese, Finanzen und Verwaltung kennt der Sozial­demokrat sich aus. Die Erfahrungen in der freien Wirtschaft, beispielsweise im Produktmanagement des Düsseldorfer Unternehmens Henkel oder als freiberuflicher Wirtschafts- und Kommunikationsberater, bleiben für den Volkswirt Zwischenstationen. Immer wieder zieht es ihn in die Politik.Norbert Walter-Borjans, Vater von zwei Töchtern und zwei Söhnen, wird 1952 in Krefeld geboren und wächst im heutigen Meerbusch in einer Handwerkerfamilie auf. Der Vater ist Schreiner, die Mutter Schneiderin. Das Handwerk prägt den Sohn. Er wird später in seiner Freizeit malen und bildhauern. „Nichts macht den Kopf so frei wie die Arbeit mit Hammer und Meißel“, sagt der Minister. Und wer Norbert Walter-Borjans je beim lauten Kopfrechnen erlebt hat, kann sich beeindruckt vorstellen, dass der Minister gelegentlich seinen Kopf frei räumen möchte.

Er studiert in Bonn Volkswirtschaftslehre, arbeitet bei Henkel und kehrt an die Universität zurück. In Köln, die Stadt wird seine Heimat, promoviert er 1982 an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Anschließend arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Wirt­schaftstheorie. 1984 tritt er in den Dienst der Düsseldorfer Staatskanzlei.

Die insgesamt 14 Jahre währende Arbeit für Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) nennt Norbert Walter-Borjans als wichtigste politische Prägung. Er befasst sich in verschiedenen Funktionen mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Haushalt und Finanzen in der Planungsabteilung der Regierungszentrale.

1991 macht ihn Johannes Rau zum stellvertretenden Re­gierungs­­sprecher, fünf Jahre später zu seinem Chefsprecher. Einen Grundsatz aus dieser Zeit beherzigt Norbert Walter-Borjans auch später als Wirtschaftsstaatssekretär zeitweise in Saarbrücken, dann wieder in Düsseldorf und als Kölner Wirtschafts­dezernent: umgehend zurückrufen. Anfragen sofort beantworten und nicht erst ein paar Tage liegen lassen. Menschen, die Norbert Walter-Borjans kennen, schätzen seine Zuverlässigkeit. Er gilt als jemand, der sich kümmert, unbürokratisch und schnell. In Köln gelingt es Norbert Walter-Borjans, Investoren aus China und Indien in die Stadt zu holen. Ein weiterer großer Erfolg: Microsoft zieht in den Rheinauhafen. 2009 übernimmt der Wirtschaftsdezernent zusätzlich das Amt des Stadtkämmerers.

Seinen Humor verliert der Finanzminister selbst in hitzigen Debatten im Landtag nicht. Als Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (CDU) ihn einmal im Plenum fragte, ob er die Zwischenfrage eines Abgeordneten zulassen wolle, entgegnete Norbert Walter-Borjans: „Geht das von der Redezeit ab, die ich nicht mehr habe?“

Lebenslauf Dr. Norbert Walter-Borjans

Dr. Norbert Walter-Borjans

Finanzminster

geboren am 17. September 1952 in Krefeld-Uerdingen, verheiratet, vier Kinder

Ausbildung

  • 1971: Abitur in Krefeld-Uerdingen
  • 1978: Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn, Abschluss Diplom-Volkswirt
  • 1982: Promotion an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln

Politischer rund beruflicher Werdegang

  • 1978 bis 1980: Produktmanagement bei Henkel in Düsseldorf
  • 1982 bis 1984: Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Wirtschaftstheorie und -politik der Universität Köln
  • 1984: Eintritt in die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen: verschiedene Funktionen mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Haushalt und Finanzen in der Planungsabteilung
  • 1991: Stellvertretender Regierungssprecher
  • 1996: Regierungssprecher
  • 1998: Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen des Saarlandes
  • 1999 bis 2004: Freiberuflicher Wirtschafts- und Kommunikationsberater
  • 2004: Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 2005: Berater
  • 2006: Dezernent für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Köln
  • 2009: zusätzlich Stadtkämmerer der Stadt Köln
  • Seit dem 15. Juli 2010: Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen
Interview: "Wir werden die Kommunen entlasten. Und wir werden für Aufgaben bezahlen, die wir ihnen übertragen."

Wie würden Sie NRW in einem knappen Satz beschreiben?
NRW ist ein ganzer Kosmos in einem Umkreis von eineinhalb Stunden.

Welchen Ort im Land mögen Sie am liebsten?
Jeden, an dem ich freundliche Menschen treffe – also jeden.

Was sollte man in NRW auf keinen Fall verpassen?
Die unglaublich vielen spannenden Facetten – in allen Landesteilen zu allen Jahreszeiten.

Welche regionale Spezialität können Sie empfehlen?
Ich genieße die landschaftlichen, kulinarischen, sportlichen und kulturellen Speziali­täten aller Landesteile, aber irgendwann ist Schluss mit der Ausgewogenheit: Ich empfehle ein kühles Kölsch!

Welches politische Projekt für NRW liegt Ihnen am meisten am Herzen?
Die vielen Talente zur Entfaltung bringen. Beweisen, dass gute Bildung und Ausbildung die beste Gewähr für solide Finanzen sind.

Transparenzerklärung

Erklärung gemäß § 16 Satz 1 des Gesetzes zur Verbesserung der Korruptionsbekämpfung und zur Errichtung und Führung eines Vergaberegisters in NordrheinWestfalen (Korruptionsbekämpfungsgesetz - KorruptionsbG)

Stand: 30. Juni 2016

Nr. Organisation Funktion
Ausgeübter Beruf
(§ 16 Satz 1 Nr. 1 KorruptionsbG)
1.1 Land NRW  Finanzminister
Beraterverträge
(§ 16 Satz 1 Nr. 1 KorruptionsbG)
1.2 ./. ./.
Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes
(§ 16 Satz 1 Nr. 2 KorruptionsbG)
2.1 Portigon AG Mitglied des Aufsichtsrates
2.2 Portigon AG Mitglied des Präsidiums
2.3 RAG AG Mitglied des Aufsichtsrates
2.4 RAG Dt. Steinkohle AG Mitglied des Aufsichtsrates
2.5 NRW.Bank Stellvertretender Vorsitzender der Gewährträgerversammlung
2.6 NRW.Bank Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates
2.7 NRW.Bank Stellvertretender Vorsitzender des Präsidial- und Nominierungsausschusses
2.8 NRW.Bank Mitglied des Risikoausschusses
2.9 NRW.Bank Stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses
2.10 NRW.Bank Mitglied des Förderausschusses
2.11 NRW.Bank Stellvertretender Vorsitzender des Vergütungskontrollausschusses
2.12 KfW Mitglied des Verwaltungsrates
2.13 KfW Mitglied des Prüfungsausschusses
Mitgliedschaft in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen in öffentlichrechtlicher oder privatrechtlicher Form der in § 1 Abs. 1 und Abs. 2 des Landesorganisationsgesetzes genannten Behörden und Einrichtungen
(§ 16 Satz 1 Nr. 3 KorruptionsbG)
3.1 ./. ./.
Mitgliedschaft in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen
(§ 16 Satz 1 Nr. 4 KorruptionsbG)
4.1 ./. ./.
Funktionen in Vereinen und vergleichbaren Gremien
(§ 16 Satz 1 Nr. 5 KorruptionsbG)
5.1 NRW-Stiftung zur Förderung der Lepra-Hilfe Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes
5.2 Arbeitgeberverband des Landes NRW e.V. Vorsitzender des Vorstandes
5.3 lit.Cologne-Stiftung Mitglied des Kuratoriums
5.4 Wirtschaftsrat des S.C. Fortuna Köln e.V. Mitglied des Wirtschaftsrats

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