NRW Vorreiter beim Klimaschutz

Gespeichert von Andreas Hahn am 5. November 2016
5. November 2016

Nordrhein-Westfalen geht beim Klimaschutz voran

Das Foto zeigt ein sich drehendes Windrad.
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Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesen Tagen rücken erneut die Themen Klimawandel, Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels in den Fokus der Weltöffentlichkeit: Die Weltgemeinschaft trifft sich in Marrakesch zu einer Fortsetzung des Weltklimagipfels von Paris. Hier wird es vor allem darum gehen, wie sich das Ende 2015 in Paris verabschiedete Abkommen in den einzelnen Staaten umsetzen lässt. Klar ist: Um das auf der Pariser Weltklimakonferenz gesetzte Ziel zu erreichen, den Klimawandel auf maximal zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu beschränken, sind enorme Anstrengungen von allen Nationen vonnöten. Klar ist aber auch, dass vor allem Industriestaaten und die Industrieregionen in der Pflicht sind, beim Klimaschutz voranzugehen – eine besondere Verantwortung auch für NRW, das als deutsches „Industrie- und Energieland Nummer 1“ für rund ein Drittel der klimaschädlichen Emissionen der Bundesrepublik verantwortlich ist. 

Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung seit 2010 die Klimapolitik systematisch neu ausgerichtet. Dabei haben wir uns von einem Dreiklang leiten lassen: ein ambitionierter Klimaschutz mit Klimaschutzgesetz, KlimaschutzStartProgramm und Klimaschutzplan, ein Fahrplan mit 154 Maßnahmen für Klimaschutz und 66 Maßnahmen für die Anpassung an den Klimawandel sowie eine neue Umweltwirtschaftsstrategie, um den Wirtschaftsstandort NRW zu stärken und von den weltweiten Wachstumsmärkten in den Bereichen Umwelt/Klimaschutz zu profitieren. Das alles ist „Klimaschutz - made in NRW“. 

NRW ist beim Klimaschutz auf einem guten Wege, dies belegen etwa die neuesten Zahlen zum Ausbau der Windenergie bei uns im Land: So schaffte NRW unter anderem die Trendwende beim Windenergieausbau und nimmt hier mittlerweile bundesweit den zweiten Platz ein. Das ist auch ein Resultat des im Klimaschutzplan genannten Windenergieerlasses, der Hemmnisse beim Bau von Windenergieanlagen abbaute. Gleichzeitig sanken die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen deutlich, zwischen 2014 und 2015 um 2,7 Prozent. Seit 1990 hat NRW die Emissionen um über 22 Prozent gesenkt. Das im Klimaschutzgesetz festgelegte Ziel von 25 Prozent Emissionsminderung bis 2020 werden wir in NRW aller Wahrscheinlichkeit nach erreichen. 

Sich auf dem Erreichten auszuruhen ist jedoch keine Option, denn: Trotz ambitioniertem Klimaschutz geht der Klimawandel weiter – auch in NRW. Seit Ende des 19 Jahrhunderts hat sich die Temperatur in NRW um durchschnittlich 1,4 Grad erhöht, ein weiterer Anstieg ist zu erwarten und mit ihm eine Reihe von teilweise gravierenden Klimafolgen. So müssen wir uns unter anderem darauf einstellen, dass Extremwetterereignisse wie der Sturm „Ela“ 2014, langanhaltende Hitzeperioden wie im Sommer 2015 oder Überschwemmungen durch Starkregen wie Anfang des 2016er Sommers künftig häufiger vorkommen, dies geht unter anderem aus einem Bericht zum Klimawandel hervor, den das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW herausgegeben hat. Neben ambitioniertem Klimaschutz kümmert sich die Landesregierung deshalb auch verstärkt um den Bereich Klimaanpassung – und baut hier vor allem ihr Informationsangebot für die betroffenen Akteursgruppen in NRW stark aus.

Um die Folgen des weltweiten Klimawandels abzufedern, brauchen wir aber auch weiterhin ein weltweites Klimaabkommen. Deshalb ist die Klimakonferenz in Marrakesch so wichtig. Sie wird erste Indizien liefern, wie die einzelnen Staaten gedenken, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. NRW hat sich dabei bereits auf den Weg gemacht – und wird auch weiter aktiv daran arbeiten, die vielen offenen Fragen zu klären, die sich hinsichtlich einer Dekarbonisierung unseres Landes stellen, etwa, wie wir das immer stärker werdende Verkehrsaufkommen in NRW klimagerecht gestalten, die CO2-Emissionen der Industrie weiter senken oder unsere Haushalte nicht nur mit „Ökostrom“, sondern auch mit „Ökowärme“ versorgen können. Im Rahmen des NRW-Klimakongresses am 16. November 2016 – zu dem ich Sie herzlich einlade – werden wir mögliche Antworten auf diese Fragen diskutieren.

Herzlichst

Ihr Johannes Remmel

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Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

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