„Umweltwirtschaft – Zukunftswirtschaft NRW“

Gespeichert von Martin Götz am 24. Januar 2017
24. Januar 2017

Mit grünen Technologien schwarze Zahlen schreiben

Porträtfoto von Minister Johannes Remmel
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Kohle und Stahl haben NRW groß gemacht: Heute ist unser Bundesland das wirtschaftlich stärkste in Deutschland und nimmt auch innerhalb Europas eine führende Rolle als regionale Volkswirtschaft ein. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von mehr als 645 Milliarden Euro (Stand 2015) ist NRW uneinholbar in Deutschland an der Spitze der Bundesländer. Nirgendwo sonst sind mehr Leute in Lohn und Brot als in NRW. Und diese Landesregierung will diese Entwicklung weiter vorantreiben.

Nordrhein-Westfalen ist aber auch ein Land im Umbruch: Auf dem Weg zu einem Energiesystem der Zukunft und vor dem Hintergrund des anhaltenden Strukturwandels müssen sich die Unternehmensstrategien weiterentwickeln, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Und sie tun es auch. In NRW trifft man viele hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in innovativen Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische Firmen, die schon längst auf die Märkte der Zukunft gesetzt haben und davon profitieren.

Da wäre die Firma Tuxhorn aus Bielefeld: Einst im Kohle- und Stahl-Zeitalter 1919 gegründet, hat der Betrieb mit seinen 100 Beschäftigten schon früh Ende der 80er Jahre auf saubere Energie gesetzt und profitiert nun als Solarthermie-Unternehmen von der Entwicklung. Oder die Firma Denios AG aus Bad Oeynhausen – vor 30 Jahren gegründet,  besitzt die Firma mit ihren 750 Beschäftigten heute 20 Niederlassungen weltweit, weil die Firmengründer frühzeitig den Zukunftsmarkt „Umweltschutz“ erkannt haben. Oder das Essener Start-up-Unternehmen Intrapore, das eine Technologie entwickelte, die Grundwasser mit mikroskopisch kleinen Nanopartikeln auf Eisen-Basis säubert. Eine Technologie, die weltweit nachgefragt wird – und die in NRW entwickelt wurde.
Diese Art von Firmen sind es auch, die NRW groß und den Standort stark machen. Sie erzielen mit grüner Technologie schwarze Zahlen oder sind auf dem guten Weg dahin. Es sind Firmen, in denen innovative Ideen von Menschen entwickelt wurden – nicht in Baden-Württemberg oder Bayern oder gar in den USA oder Asien. Nein, nicht dort, sondern hier in NRW.
 
Die Zahlen sprechen für sich: Der Wachstumskurs der Umweltwirtschaft hält an. Seit 2012 hat sich die Erwerbstätigkeit in der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft in nur drei Jahren um 8,5 Prozent bzw. über 27.000 auf fast 346.000 Arbeitsplätze im Jahr 2015 erhöht. Die Bruttowertschöpfung stieg von 23,4 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 25,8 Milliarden Euro in 2014, was einer Zunahme von 10,1 Prozent entspricht und deutlich über dem Wachstum der nordrhein-westfälischen Gesamtwirtschaft von 3,4 Prozent liegt. Das Exportvolumen der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft ist im gleichen Zeitraum um 2,5 Prozent auf 8,68 Milliarden Euro gestiegen.

Heute investieren also bereits viele Unternehmen in neue Märkte, die ihre Impulse aus dem Klima- und Umweltschutz erhalten. Die Umweltwirtschaft erschließt neue Beschäftigungsfelder. Daneben bietet sie Raum und Perspektiven für neue Ideen, Gründungen und Innovationen. Viele Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben erkannt, dass sie durch die Umweltwirtschaft einen Vorsprung haben, der sich auszahlt.

Die Landesregierung will daher auch die Unternehmen und die Menschen in der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft unterstützen und so den Industrie-Standort zukunftssicher machen. Mit der Umweltwirtschaftsstrategie wollen wir im Rahmen unserer Regierungs- und Standortpolitik einen Beitrag leisten, Energiewende und Umweltschutz so zu gestalten, dass ihre Chancen für Nordrhein-Westfalen systematisch genutzt werden können: für Innovationen, neue Arbeitsplätze und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer nordrhein-westfälischen Industrie!

Ein Maßnahmenpaket für die Umweltwirtschaft

Damit die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und ihre Beschäftigten ihre Chancen besser nutzen können, hat sich die Landesregierung eine umfassende Umweltwirtschaftsstrategie zur Aufgabe gemacht. Der erste Schritt erfolgte mit der erstmaligen Erfassung und regionalen Analyse der ökonomischen Bedeutung von Unternehmen der Umweltwirtschaft im Rahmen des Umweltwirtschaftsberichtes NRW 2015. Darauf aufbauend wurde in einem landesweiten Prozess der Masterplan „Land der Umweltwirtschaft“ mit 100 Maßnahmen, Projektideen und Anregungen erarbeitet und im Januar 2017 vorgestellt. Jetzt geht es an die Umsetzung. Machen Sie mit!

www.umweltwirtschaft.nrw.de

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Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

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