Besuch des Shoah-Mahnmals in Herne

Besuch des Shoah-Mahnmals in Herne

15. September 2020

Beindruckt und gleichzeitig erschüttert zeigte sich die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, bei einem Besuch des Shoah-Mahnmals in Herne. „Das wir heute Mahnmale zum Gedenken an die Opfer des Holocausts mit aufwendigen Konstruktionen schützen müssen, ist eine Schande.“

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In Begleitung der Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki besuchte die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kürzlich das Shoah-Mahnmal in Herne. Das 2010 errichtete Mahnmal erinnert an 400 deportierte und ermordete Juden aus Herne und Wanne-Eickel. Mehrfach war es seit seiner Einrichtung mutwillig beschädigt und beschmutzt worden. „Schändungen und Beschädigungen von Mahnmalen zum Holocaust stehen in einem klaren Kontext und sind daher als antisemitisch motivierte Taten zu verstehen. Solche Geschehen müssen entsprechend behandelt und aufgeklärt werden.“ sagte die Antisemitismusbeauftragte.
 
In Herne wurde 2019 eine Bronze-Hülle zum Schutz des Mahnmals installiert. Technische Probleme verzögern bis heute den Betrieb, so dass das eigentliche Mahnmal – eine Stele mit Glaskörpern, die die Namen der Opfer enthalten – nicht mehr sichtbar ist. „Gut ist, dass eine geeignete Maßnahme zum Schutz des Mahnmals ergriffen wurde. Nicht gut ist, dass sie nicht funktioniert und damit das Mahnmal seinen ursprünglichen Gedanken – nämlich das Mahnen an Opfer des Holocausts in Herne und Wanne-Eickel im Verborgenen bleibt.“ Beurteilte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Situation. „Auch, wenn das Mahnmal in Herne hoffentlich zeitnah technisch funktionieren wird, so ist es doch eine Schande, dass solche Schutzvorrichtungen notwendig sind. So werden Mahn- und Erinnerungsstätten an vergangene Schrecken zu Mahnmalen des alltäglichen und gegenwärtigen Antisemitismus.“
 
 
Der Besuch des Mahnmals in Herne erfolgte im Rahmen der Lesereihe „Gegen das Vergessen“ in Begleitung der Autorin und Schauspielerin Andrea Sawatzki. Die Lesereihe wird am 28. September im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen fortgesetzt. Benno Führmann liest aus der Biografie von Ronen Steinke über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse

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