Barbara Steffens

Porträtfoto Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

Barbara Steffens

Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

Barbara Steffens wurde am 24. Januar 1962 in Düsseldorf geboren. Sie ist seit dem 15. Juli 2010 Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen des Landes Nordrhein-Westfalen. Erfahren Sie hier mehr über den Menschen Barbara Steffens und ihre Politik.

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Wie verändert man die Welt? Zum Beispiel, indem man eine Ampel länger auf Grün schaltet, damit ältere Menschen sie mit Rollatoren überqueren können. Oder Bordsteine absenkt. Oder indem man einen großen Plan dafür entwickelt, wie Menschen im Alter selbstbestimmt in ihren Wohnvierteln leben können.

Für Barbara Steffens gehören die vermeintlich kleinen Schritte und der große Plan zusammen. „Ich bin in die Politik gegangen, um die Welt zu verändern“, sagt sie mit einer Fröhlichkeit, die ahnen lässt, wie sie das meint. Pragmatisch. Fast überall, wo die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter sich aufhält, schaut sie sich alles genau an. Sind die Betten in der Station für Demenzkranke bis zum Boden absenkbar, damit Patientinnen und Patienten sich nicht verletzen? Fährt im ­Stadtteil ein Lebensmittelwagen? Ist der Gemeinschaftsraum im Seniorenheim wirklich ein Ort, an dem Menschen gern zusammenkommen?

Wer mit der Ministerin mithalten will, sollte schnelle oder lange Schritte machen. Ihr Gang ist zügig und gelassen zugleich. Bei aller Geschwindigkeit redet und gestikuliert sie, als sei keine Eile geboten. „Das Gesundheitssystem und die Pflege haben sich viel zu weit von den Menschen entfernt. Meist hat man eher die Ab­läufe im Blick und nicht die Frage, wie es den Patientinnen und Patienten dabei geht.“ Die Rahmen­bedingungen im Bund kann Barbara Steffens kaum beeinflussen, aber sie will in Nordrhein-Westfalen die Strukturen wieder den Menschen anpassen. Beispielsweise die flächendeckende medizinische Versorgung neu organisieren. Wo gibt es Überkapazitäten oder Unterversorgung? „Niemand darf es weiter als 20 Kilometer zu einer Klinik haben.“

Die Ministerin will größtmögliche Selbstbestimmtheit für Patientinnen und Patienten und für Seniorinnen und Senioren erreichen. Dabei vertraut sie auf ihre langjährigen Erfahrungen als Politikerin. Und als Mensch. Von dem aus soll schließlich gedacht werden. „Selbstbestimmtheit fordere ich für andere wie für mich. Deshalb gebe ich als Ministerin mein Leben auch nicht an der Garderobe ab.“

Zwei Kinder und ein wichtiges Amt: Barbara Steffens hat Familie und Beruf zu vereinbaren und will allen Frauen diesen Kraftakt erleichtern. Also die Strukturen anpassen, auch in der Politik. „Arbeitsessen am Abend lehne ich meistens ab.“ Erstens kann man die auch tagsüber und dann meist effizienter einplanen. Und zweitens will Barbara Steffens abends zu Hause mit ihren Söhnen essen. Also nimmt sie ein paar Aktenkoffer mit auf den Heimweg nach Mülheim. „Erst Familie und die Akten hintendran.“ Immer häufiger werde sie von Frauen aus Firmen und Verbänden angesprochen, die ebenfalls von den gestrichenen Abendarbeitsessen profitierten und sich über mehr Zeit für die Familie freuten.

Als Emanzipationsministerin engagiert sich Barbara Steffens nicht nur aus Gründen der bloßen Gerechtigkeit für mehr Frauen in Führungspositionen. Sie will, dass Frauen selbst Veränderungen durchsetzen können. Sobald sie mehr Einfluss haben, können sie auch das Arbeitsleben familienfreundlicher gestalten.

Barbara Steffens wird 1962 in Düsseldorf geboren und wächst in Kiel und Köln auf. Nach dem Abitur studiert sie zunächst Kunstgeschichte, Politik, Afrikanistik und Romanistik, entscheidet sich dann aber für eine Ausbildung als Biologisch-Technische Assistentin. Anschließend studiert sie in Köln und an der Fachhochschule Niederrhein Chemie. Während des Studiums sieht sie sich mit Umweltthemen konfrontiert. Barbara Steffens beschließt, etwas zu tun. „Ich wollte aber nicht nur Flugblätter verteilen.“ Über die Frage, in welchen Funktionen man am meisten verändern kann, gelangt sie zur Politik. Geradewegs zu den Grünen.

1989 tritt Barbara Steffens in die Partei ein. Drei Jahre später ist sie politische Geschäftsführerin des Landesvorstands, zwei weitere Jahre später Landesvorstandssprecherin. Als sie 1995 an der Seite von Johannes Rau den rot-grünen Koalitions­vertrag unterzeichnet, sitzt ihr kleiner Sohn auf ihrem Schoß und blättert in den Vertragsseiten. 2000 zieht Barbara Steffens in den Landtag ein und arbeitet als Abgeordnete zehn Jahre lang in ihren Fachgebieten Gesundheit, Arbeit, Soziales und Frauenpolitik.

Auf ihre Fachkenntnisse kann sie als Ministerin bauen. In den komplexen Systemen Gesundheit und Pflege bewegt sie sich mit zielstrebiger Sicherheit. Vielleicht auch deshalb fällt es Barbara Steffens so leicht, mit dem früheren Image zu kokettieren, für das ihre Partei oft belächelt wurde. „Ich stricke natürlich, als Grüne.“

Sie baut Gemüse und Kräuter im Garten an. Die Marmelade für das gemeinsame Frühstück mit den Söhnen kocht sie selbst ein. Und im Urlaub hat sie immer einen kleinen Werkzeugkasten im Gepäck, um ihren eigenen Schmuck zu fertigen. „Das schafft neue Freiräume im Kopf.“

Interview: "Wir setzen uns für eine emanzipierte Gesellschaft ohne Ausgrenzung ein."

Wie würden Sie NRW in einem knappen Satz beschreiben?
Nordrhein-Westfalen ist liebenswert, vielseitig und weltoffen.

Welchen Ort im Land mögen Sie am liebsten?
Es gibt nicht einen, sondern viele Lieblingsorte. Am Abend kann es die Kante vom Bett meines jüngsten Sohnes sein, auf der ich sitze und ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorlese. Am Wochen­­ende der Leinpfad an der Ruhr, auf dem ich jogge.

Was sollte man in NRW auf keinen Fall verpassen?
Sich rechtzeitg zu entscheiden, hier zu bleiben – oder die nächste Reise nach Nordrhein-Westfalen zu planen.

Welche regionale Spezialität können Sie empfehlen?
Reibekuchen mit frischem Apfelmus und kernigem Schwarz­brot.

Welches politische Projekt für NRW liegt Ihnen am meisten am Herzen?
Das menschliche Gesundheitssysstem.

Transparenzerklärung

Erklärung gemäß § 16 Satz 1 des Gesetzes zur Verbesserung der Korruptionsbekämpfung und zur Errichtung und Führung eines Vergaberegisters in NordrheinWestfalen (Korruptionsbekämpfungsgesetz - KorruptionsbG)

Stand: 30. Juni 2016

Nr. Organisation Funktion
Ausgeübter Beruf
(§ 16 Satz 1 Nr. 1 KorruptionsbG)
1.1 Land NRW  Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter
Beraterverträge
(§ 16 Satz 1 Nr. 1 KorruptionsbG)
1.2 ./. ./.
Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes
(§ 16 Satz 1 Nr. 2 KorruptionsbG)
2.1 ./. ./.
Mitgliedschaft in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen in öffentlichrechtlicher oder privatrechtlicher Form der in § 1 Abs. 1 und Abs. 2 des Landesorganisationsgesetzes genannten Behörden und Einrichtungen
(§ 16 Satz 1 Nr. 3 KorruptionsbG)
3.1 ./. ./.
Mitgliedschaft in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen
(§ 16 Satz 1 Nr. 4 KorruptionsbG)
4.1 Krankenhausbetriebsgesellschaft Bad Oeynhausen mbH (Herz- und Diabeteszentrum NRW) Mitglied der Gesellschafterversammlung
Funktionen in Vereinen und vergleichbaren Gremien
(§ 16 Satz 1 Nr. 5 KorruptionsbG)
5.1 Heinz-Kühn-Stiftung Mitglied des Kuratoriums
5.2 Deutsche AIDS-Stiftung Mitglied des Stiftungsrates

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