Paul Schneider von Esleben zum 100.

Luftaufnahme des Mannesmannhochhaus
26. August 2015

Ausstellung zum 100. Geburtstag von Paul Schneider von Esleben

Am 23. August 2015 wäre Paul Schneider von Esleben 100 Jahre alt geworden. Er hat mit seinen Projekten die Nachkriegsarchitektur der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre nachhaltig geprägt. Vor allem in Nordrhein-Westfalen hat er eine Reihe repräsentativer Bauwerke hinterlassen, darunter das „Mannesmannhochhaus“ in Düsseldorf, heute Dienstgebäude des Wirtschaftsministeriums.

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Am 23. August 2015 wäre Paul Schneider von Esleben 100 Jahre alt geworden. Er hat mit seinen Projekten die Nachkriegsarchitektur der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre nachhaltig geprägt. Vor allem in Nordrhein-Westfalen hat er eine Reihe repräsentativer Bauwerke hinterlassen, darunter das „Mannesmannhochhaus“ in Düsseldorf, heute Dienstgebäude des Wirtschaftsministeriums. Er ist der Vater von Florian Schneider-Esleben, einem der Gründer der Musikgruppe Kraftwerk.
 
Das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW widmet sich in einer Ausstellung dem Werk und Leben des Architekten. Die Ausstellung „Paul Schneider von Esleben. Das Erbe der Nachkriegsmoderne“ wird vom 23. August bis 25. September 2015 in Düsseldorf im Haus der Architekten und im Mannesmannhochhaus gezeigt. Der Eintritt ist frei.

„Mit dem Mannesmann-Hochhaus hat Paul Schneider von Esleben nicht nur ein Zeichen für die aufstrebende Wirtschaftsmetropole Düsseldorf gesetzt, sondern auch den Anschluss an die internationale Architekturentwicklung gefunden“, sagte Wirtschaftsminister Garrelt Duin bei einer Gesprächsrunde zur Ausstellung. „Unsere Ausstellung soll den Blick für das Bauwerk öffnen und am Original vermitteln, wie der Düsseldorfer Architekt entworfen und gestaltet hat.“

Ausstellungen

Ausstellungstitel Öffnungszeiten Adresse
Mannesmannhochhaus/Wirtschaftsministerium
„Das Mannesmann – Architekturikone des Wirtschaftswunders“
Montag bis Donnerstag
von 9.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr


Sonderöffnung:
Sonntag 13. und 20. September 2015
von 10.00 bis 18.00 Uhr
Berger Allee 25
40213 Düsseldorf
www.mweimh.nrw.de
Haus der Architekten
„Die Marke PSE – Architektur zwischen Erhalt und Abriss“
Montag bis Donnerstag
von 9.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr


Sonderöffnung:
Sonntag 13. und 20. September 2015
von 10.00 bis 18.00 Uhr
Zollhof 1
40221 Düsseldorf
www.aknw.de

Informationen Mannesmann-Hochhaus

"Ikone des Wirtschaftswunders"

Das Hochhaus wird zum größten Exponat der Ausstellung. Unter dem Titel „Ikone des Wirtschaftswunders“ wird hier die Geschichte des Bauwerks am Original vermittelt. Das Hochhaus, das heute ganz selbstverständlich zur Düsseldorfer Rheinansicht gehört, war das erste Hochhaus in Stahlskelettbauweise mit vorfabrizierter Vorhangfassade nach dem Krieg. Es ist heute ein Zeitzeugnis für die Bemühungen junger Architekten in den 1950er Jahren in Deutschland wieder an die internationale Architekturszene anzuschließen. 
 
Esleben ließ sich von amerikanischen Hochhäusern von Mies van der Rohe und Gordon Bunshaft von SOM inspirieren. Die Unternehmensleitung von Mannesmann bestand darauf, möglichst viele firmeneigene Produkte beim Bau des Hochhauses einzusetzen: So z. B. die Stahlrohre, die bis dahin im Hochhaus nicht üblich waren. Mit Hilfe von USA-amerikanischen Patenten wurde das Mannesmann-Paneel entwickelt, dass das strenge Raster der Fassade bestimmt. Auch bei der Innenausstattung überließ Paul Schneider von Esleben nichts dem Zufall: vom Bodenbelag und Wandverkleidung, den Profilen der Treppengeländer bis hin zur Möblierung, einschließlich des Blumentopfs für den damals modernen Gummibaum.

Das Hochhaus wurde nicht nur aufgrund seines neuen Erscheinungsbildes, sondern auch wegen der viele technischen Neuerungen für das Unternehmen zu einem Aushängeschild für eine neue Unternehmenskultur. Die Ausstellung dokumentiert die Entwurfs-, Bau- und Wirkungsgeschichte des Hochhauses und thematisiert am Bauwerk selbst die Besonderheiten der Architektur.

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