Ausbildungskonsens NRW

Das Bild zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Spitzengespräch des Ausbildungskonsenses am 28. Mai 2015
28. Mai 2015

Ausbildungskonsens NRW vereinbart: 2015 sollen 3.000 zusätzliche Ausbildungsverträge eingeworben werden

Die Mitglieder des Ausbildungskonsenses haben am Donnerstagabend, 28. Mai 2015, im Rahmen eines Spitzengesprächs eine Vereinbarung getroffen.

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Im heutigen Spitzengespräch des Ausbildungskonsenses ist folgendes Ergebnis erzielt worden:

„Die Mitglieder des Ausbildungskonsenses NRW streben auf der Basis der in den vorliegenden Handlungsplänen beschriebenen Maßnahmen aus den Regionen eine Steigerung der angebotenen Ausbildungsplätze um 3,1 Prozent in NRW mit dem Ziel an, aus diesem Potenzial 3.000 zusätzliche Ausbildungsverträge für 2015 zu gewinnen.

Um dies zu erreichen, setzen die Partner im Ausbildungskonsens NRW weiterhin gezielte Aktivitäten u.a. zur Berufsorientierung in allen Schulen zur Steigerung der Attraktivität der Dualen Ausbildung und zum Übergangsmanagement Schule-Beruf ein. Ziel ist perspektivisch trotz zurückgehender Schulabgängerzahlen und steigender Studienanfängerzahlen zukünftig mehr Schulabgängerinnen und Schulabgänger der allgemeinbildenden Schulen in die duale Ausbildung zu bringen. Ein wesentlicher Beitrag hierzu ist eine gemeinsame Kampagne zur Attraktivität des Dualen Systems."
 


Die Landesregierung begrüßt die heutigen Ergebnisse des Spitzengesprächs zum Ausbildungskonsens NRW

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sagte: „Jeder junge Mensch, der ausgebildet werden will, soll auch tatsächlich ausgebildet werden. Die heutige Vereinbarung ist dabei ein konkreter Schritt in die richtige Richtung.“
 
Arbeitsminister Guntram Schneider betonte: „Für NRW haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Mit unserem regionalen Ansatz hat jeder Kammerbezirk die Möglichkeit, seine Bedarfe zu decken. Dem Land wiederum ist wichtig, dass wir jetzt mehr jungen Menschen eine duale Ausbildung ermöglichen, auch Hauptschülerinnen und Hauptschülern und jungen Migrantinnen und Migranten. Das alles hilft uns auch, dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.“
 
Schulministerin Sylvia Löhrmann sagte: „Wir haben als Landesregierung mit unserer Initiative ‘Kein Abschluss ohne Anschluss‘ für Jugendliche eine systematische Berufsorientierung ab der 8. Klasse eingeführt. Mit den zugesagten Praktikumsplätzen können wir nun die Jugendlichen beim Übergang in den Beruf noch besser auf ihre Ausbildung vorbereiten“.
 


Hintergrund:

Die Partner im Ausbildungskonsens nehmen mit großem Interesse die Ergebnisse der Handlungspläne der 16 regionalen Ausbildungskonsense auf. Sie würdigen die unter hohem zeitlichem Druck erstellten regionalen Handlungspläne mit konkreten Zahlen und detaillierten Maßnahmen ausdrücklich. Es ist in allen 16 Regionen gelungen, die Diskussion zur Steigerung der gemeldeten Ausbildungsstellen voranzubringen, die regionale Versorgung, Passung und Besetzung zu beschreiben und Maßnahmen zu benennen, die geeignet erscheinen, dazu beizutragen, die Lage auf den regionalen Ausbildungsmärkten zu verbessern.

Die Partner der regionalen Ausbildungskonsense bündeln ihre Aktivitäten und wollen gemeinsam 168.400 Unternehmen kontaktieren, Beratung und Orientierung für 201.700 Jugendliche anbieten und hierzu mit mehr als 1.400 Schulen in intensiven Kontakt treten. Neben fast 131.000 Schülerbetriebspraktika und vielen weiteren betriebspraktischen Elementen wie Berufsfelderkundungen, Praxiskurse und Langzeitpraktika unterstützt die Wirtschaft das gemeinsame Vorhaben durch die Bereitstellung von 4.000 Einstiegsqualifizierungen. Durch die Bundesagentur für Arbeit werden zudem 1.275 Plätze Assistierter Ausbildung zusätzlich bereitgestellt. Das hohe Engagement aller beteiligten Akteure findet in diesen Zahlen seinen beachtenswerten Ausdruck.

In allen Regionen wurde zudem eine Steigerung der bei der Bundesagentur (BA) gemeldeten Ausbildungsstellen in den Blick genommen. Insgesamt sollen für NRW in 2015 3.219 zusätzliche Ausbildungsstellen eingeworben werden.

Diese zusätzlichen Ausbildungsstellen sollen im Wesentlichen in folgenden Betrieben akquiriert werden:

  •  Betriebe, die ihre Ausbildungsplätze schon im letzten Jahr reduziert haben
  •  Betriebe, die nicht ausbilden, aber eine Ausbildungsberechtigung haben
  •  neu gegründete Betriebe, die bisher nicht ausbilden
  •  Migrantenbetriebe, die für Ausbildung gewonnen werden sollen

Damit wird ein Betriebspotential angesprochen, dass sich bisher nicht oder nicht mehr an Ausbildung beteiligt. Da diese Ausbildungsstellen nicht nur dadurch entstehen sollen, dass Transparenz durch die Meldung bereits existierender Stellen hergestellt wird, sind daraus auch zusätzliche Ausbildungsverträge zu erwarten.

Durch das in den letzten 3 Jahren sehr stabile Verhältnis von gemeldeten Stellen zu abgeschlossenen Verträgen lässt sich für NRW eine indirekte Prognose für zusätzliche Ausbildungsverträge ableiten. Zum Stichtag 30.9.2014 waren 104.865 Ausbildungsstellen bei der BA gemeldet. Die 16 regionalen Ausbildungskonsense prognostizieren 3.219 zusätzliche Ausbildungsstellen, was einer Steigerung auf 108.084 (+3,1 Prozent) gemeldeter Ausbildungsplätze entspricht.

In NRW waren zum Stichtag 30.9.2014 117.396 abgeschlossene Ausbildungsverträge verzeichnet. Durch die prognostizierte Steigerung der gemeldeten Stellen um 3,1 Prozent kann eine proportionale Steigerung der eingetragenen Verträge um 3.639 auf 121.035 angenommen werden. Vor dem Hintergrund, dass nicht mehr Verträge als vorhandene Ausbildungsstellen geschlossen werden und nicht jede gemeldete Stelle auch besetzt werden kann, wird davon ausgegangen, dass ca. 3.000 zusätzliche Ausbildungsverträge im Jahr 2015 abgeschlossen werden können. Dies entspräche einer Steigerung auf fast 120.400 abgeschlossener Verträge (+2,6 Prozent).
Partner im Ausbildungskonsens sind:

  •  Landesregierung
  •  Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit
  •  Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V.
  •  Deutscher Gewerkschaftsbund
  •  IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e.V.
  •  Nordrhein-Westfälischer Handwerkstag
  •  Westdeutscher Handwerkskammertag
  •  Unternehmerverband Handwerk NRW
  •  Verband freier Berufe
  •  Städtetag NRW
  •  Städte- und Gemeindebund NRW
  •  Landkreistag NRW
  •  Kommunaler Arbeitgeberverband NRW

 

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