Bürgerinitiative „Flüchtlinge werden Nachbarn" in Ense

Das Foto zeigt drei junge Flüchtlinge, die an einem Tisch miteinander das Brettspiel Domino spielen und gute Laune haben.
15. September 2015

Ankommen - Kennenlernen - Zusammenleben: So funktioniert Flüchtlingshilfe in Ense

Ein Hilfsprojekt der besonderen Art in Ense bei Soest hat die Conrad-von-Ense-Schule auf den Weg gebracht: Unter dem Namen "Flüchtlinge werden Nachbarn" haben Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 Flüchtlinge zum gemeinsamen Fußballspielen und zu einem Spiele-Nachmittag mit Kleiderbasar in die Schule eingeladen. Aus dem Schülerprojekt hat sich mittlerweile eine erfolgreiche Initiative entwickelt, an der sich zahlreiche Enser Bürgerinnen und Bürger beteiligen und auf diese Weise dafür sorgen, dass sich Flüchtlinge in Ense wohl fühlen und zu Freunden werden.

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Logo der Bürgerinitiative „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“

Als im Frühjahr 2015 das Hilfsprojekt an der Conrad-von-Ense-Schule startete, erkannte man in der Gemeinde schnell, dass ein intensiverer Austausch mit Flüchtlingen notwendig ist, um Sprachbarrieren und Zukunftsängste auf beiden Seiten zu beseitigen und mehr Vertrauen zwischen Enser Bürgern und Zufluchtsuchenden aufzubauen.  Daher wurde am 28. April 2015 eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ ins Leben gerufen. Bei "Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense" kümmern sich Enser Bürgerinnen und Bürger in mehreren Arbeitsgruppen um Flüchtlinge in ihrer Gemeinde. So wird zum Beispiel in einer AG eine Willkommensbroschüre in mehreren Sprachen erstellt, die Flüchtlingen wichtige Informationen über die Gemeinde weitergibt, zum Beispiel Adressen von Ärzten, Apotheken, Ansprechpartner bei Notfällen oder Tipps für Einkaufsmöglichkeiten. In der Broschüre gibt es auch ein Kapitel zur Kultur und Brauchtum in Deutschland und Ense.

In der westfälischen Gemeinde bei Soest ist man stolz darauf, dass man außerdem neu angekommenen Flüchtlingen die Ankunft mit einer "Checkliste" erleichtert: In dieser Liste können Neuangekommene Probleme, Bedürfnisse oder eigene Kompetenzen auflisten. Hilfs- und Beratungsangebote können so besser vermittelt werden und den Ensern fällt es leichter, sich um ihre neuen Nachbarn zu kümmern. Zu den "klassischen" Hilfsangeboten für Flüchtlinge zählen hierbei völlig alltägliche Dinge, zum Beispiel die Erstbegleitung zu Ärzten, die Organisation oder Begleitung von Bus- und Zugfahrten, Begleitung zur Kleiderkammer oder zu einem Sozialkaufhaus. Wenn Fahrräder gebraucht werden, um in Ense und Umgebung von A nach B zu gelangen, kümmert sich die Bürgerinitiative darum, Drahtesel zu organisieren. Jede Maßnahme steht hierbei unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Gemeinsam instandgesetzte Fahrräder für junge Flüchtlinge

Gerhard Schleimer und Daniel Keil von der Bürgerinitiative zählen mit Stolz auf, was in den letzten Wochen und Monaten gemeinsam mit und für Flüchtlinge in Ense geleistet wurde: "Wir führen regelmäßig gemeinsame Aktivitäten mit den Flüchtlingen durch. Wir feierten ein gemeinsames Sommerfest, bei dem die Flüchtlinge das internationale Essen beisteuerten und waren gemeinsam bei einer Stadionführung im Signal-Iduna-Park in Dortmund. Weiterhin gibt es regelmäßig wöchentlich ein Fußballtraining und Integration in verschiedenen Sportvereinen."

Demnächst ist in der Gemeinde für Frauen ein "Styling-Abend" mit Schminken und Frisieren geplant, außerdem soll das Sprachkursangebot durch das Engagement pensionierter Deutschlehrerinnen und -lehrer für Flüchtlinge weiter verbessert werden. Mittelfristig gibt es sogar die Überlegung, wie Zufluchtsuchende, die über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, in den Arbeitsalltag integriert werden können.

Wer sich im Raum Ense ebenfalls für Flüchtlinge engagieren möchte, kann sich bei der Bürgerinitiative unter der E-Mail-Adresse fluechtlingewerdennachbarn@googlemail.com melden oder auf der Facebook-Seite "Flüchtlinge werden Nachbarn".

 
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