Ruhr-Konferenz: Veränderungsprozess in mehreren Phasen

Ruhr-Konferenz: Veränderungsprozess in Phasen

Die Ruhr-Konferenz ist als Veränderungsprozess in drei Phasen angelegt.

In der ersten Phase, die am NRW-Tag in Essen begonnen hat, geht es darum, geeignete Projekte zu sammeln, zu bewerten und eine Auswahl zu treffen. Den Abschluss dieser Phase bildet die Entscheidung der 20 Themenforen, welche Projekte sie zur Umsetzung vorschlagen wollen. Diese Phase soll bis Sommer 2019 abgeschlossen sein. Danach entscheidet die Landesregierung über die Projekte, die dann ab 2020 in die Umsetzung gehen.

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Mit der Schließung der letzten beiden Steinkohlebergwerke bildete das Jahr 2018 eine historische Zäsur für das Ruhrgebiet und für Nordrhein-Westfalen. Damit geht eine 200-jährige Industriegeschichte zu Ende. Kohle und Stahl haben einen großen Beitrag zur Entwicklung Nordrhein-Westfalens geleistet. Sie waren der Treibstoff für das deutsche Wirtschaftswunder, das den sozialen Frieden in der jungen deutschen Demokratie gestärkt hat.
Dieses endgültige Aus für die Steinkohlenförderung an der Ruhr will die Ruhr-Konferenz mit einem Signal des Aufbruchs zu verbinden, denn das Ruhrgebiet hat das Potenzial, sich zur erfolgreichen, wettbewerbsfähigen und lebenswerten Metropolregion im digitalen Zeitalter zu entwickeln.
Anlässlich des NRW-Tages 2018 in Essen gab Ministerpräsident Armin Laschet am 31. August das Startsignal. Aktuell geht es darum, genau zuzuhören und mit den Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wollen wir Ideen und Projekte entwickeln, die sodann im Sinne der Ziele qualifiziert und priorisiert werden. Hierzu gibt es für alle Themen Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten quer durch das ganze Ruhrgebiet.

Im zweiten Schritt sind die Projektvorschläge mit konkreten Planungen zu unterlegen und zu Leitprojekten zusammen zu fassen. Die Finanzierung der Leitprojekte soll nicht ausschließlich durch die Landesregierung erfolgen. Auch die Europäische Kommission und die Bundesregierung sollen für eine Unterstützung gewonnen werden.

In der dritten Phase der Ruhr-Konferenz werden die Projekte umgesetzt.

Ruhr-Konferenz

Die Historie

Die Ruhr-Konferenz der Landesregierung ist die dritte ihrer Art. Bereits 1979 und 1988 hatten Vorgänger von Ministerpräsident Laschet zur gemeinsamen Beratung über die Zukunft des Ruhrgebiets eingeladen. 1979 wurde auf Initiative von Ministerpräsident Johannes Rau in Castrop-Rauxel das „Aktionsprogramm Ruhr“ beschlossen, bei dem sich auch der Bund in starkem Maß für das damalige Kohlerevier engagierte.

Die zweite Ruhr-Konferenz war zu Gast im Bonner Kanzleramt. Bei ihr wirkten Bundeskanzler Helmut Kohl und Ministerpräsident Johannes Rau zusammen. Mit Ruhrbischof Franz Hengsbach und dem Deutsche-Bank-Manager Alfred Herrhausen gehörten auch Mitbegründer des Initiativkreises Ruhr mit zu den Akteuren. Auf diese Konferenz gehen zahlreiche Initiativen zurück, wie die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park, der das Revier eine saubere Emscher und „Leuchttürme“ wie den Gasometer Oberhausen und die Zeche Zollverein zu verdanken hat.
Anders als ihre Vorgänger ist die neue Ruhr-Konferenz als ein längerer Prozess angelegt. Damals ging es um die Bewältigung von Krisensituationen in der Montanindustrie. Heute, am gewollten und langfristig geplanten Ende des Steinkohlenbergbaus, stehen die Chancen und Potenziale der größten deutschen Metropolregion im Mittelpunkt der Überlegungen.

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