1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

13. April 2021

2021 wird das 1700-jährige Bestehen der Jüdischen Gemeinschaft in Deutschland begangen. Als Nachweis für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland vor 1700 Jahren gilt ein Dekret vom 11. Dezember 321 des römischen Kaisers Konstantin, das die bisherige Befreiung der Juden von städtischen Ämtern in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, außer Kraft setzte. Die jüdische Gemeinde in Köln gilt damit als die älteste nördlich der Alpen.

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2021 wird das 1700-jährige Bestehen der Jüdischen Gemeinschaft in Deutschland begangen. Als Nachweis für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland vor 1700 Jahren gilt ein Dekret vom 11. Dezember 321 des römischen Kaisers Konstantin, das die bisherige Befreiung der Juden von städtischen Ämtern in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, außer Kraft setzte. Die jüdische Gemeinde in Köln gilt damit als die älteste nördlich der Alpen.  Deshalb ist das Jubiläum für Nordrhein-Westfalen von besonderer Bedeutung. Die Landesregierung ist stolz und dankbar, dass nach einer wechselhaften gemeinsamen Geschichte der jüdischen und nicht-jüdischen Bevölkerung und insbesondere nach den Verbrechen der Shoa heute in Nordrhein-Westfalen die größte jüdische Gemeinschaft im deutschen Ländervergleich beheimatet ist. Aus Anlass des Festjahres und des 76. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau hat die Landesregierung am 26. Januar 2021 eine Erklärung zum jüdischen Leben in Nordrhein-Westfalen verabschiedet und damit auch ein deutliches Zeichen zur Bekämpfung des Antisemitismus gesetzt.
Das Jubiläumsjahr wurde am 21. Februar 2021 mit einem großen Festakt eröffnet, an dem auch Ministerpräsident Armin Laschet mitgewirkt hat. Ministerpräsident Laschet hat dabei die große Bedeutung des Judentums für Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft in der Geschichte Deutschlands, aber auch die besondere Verantwortung der Deutschen und des deutschen Staates für die Unterstützung jüdischen Lebens nach dem Holocaust unterstrichen.

Anlässlich des Jubiläums hat sich der Verein „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ gegründet, der im Festjahr deutschlandweit Veranstaltungen und Projekte zur jüdischen Kultur und Geschichte fördert oder selbst umsetzt. Die Geschäftsstelle des Vereins wird vom Land Nordrhein-Westfalen finanziell und personell unterstützt. 

In Nordrhein-Westfalen sind anlässlich des Festjahres viele und vielfältige Veranstaltungen - unter dem Vorbehalt der Bedingungen der Corona-Pandemie - geplant. Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen hat auf ihrer Website ein Special mit Informationen und Veranstaltungshinweisen zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ aufbereitet.

Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe die Mitgliedstädte des NRW KULTURsekretariats und viele weitere Akteure in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich mit eigenen Projekten am Festjahr. Der Veranstaltungskalender des Vereins „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ gibt einen aktuellen Überblick über alle Veranstaltungen zum Jubiläum.

Die Landesregierung unterstützt und fördert die jüdische Gemeinschaft auch jenseits des Festjahres seit vielen Jahren. Bereits 1992 hat die Landesregierung hierzu einen Vertrag mit den jüdischen Landesverbänden in Nordrhein-Westfalen  geschlossen, der zuletzt 2017 angepasst wurde.

2018 hat das Land das Amt der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen geschaffen, die seither die Landesregierung dabei unterstützt, Maßnahmen zur Bekämpfung judenfeindlicher Einstellungen und Vorfälle zu schärfen und auszubauen. Schwerpunkte der Arbeit der Antisemitismusbeauftragten Sabine Leutheusser - Schnarrenberger und ihrer Mitarbeiter liegen auch darin,  Projekte der Zivilgesellschaft zur Prävention zu unterstützen, junge Menschen zum Engagement zu ermutigen  und das Dunkelfeld antisemitischer Vorfälle  zu erhellen.

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