Fragen und Antworten zum Coronavirus

Aktuelle Informationen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Virus-Pandemie und die Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung. Die Informationen werden fortlaufend aktualisiert.

PHB FAQ gelb

Aktuell: Coronaschutzverordnung

Die  Coronaschutzverordnung wird am 23. November aktualisiert.

Bis wann gilt die aktuelle Coronaschutzverordnung?

Die aktuell gültige Coronaschutzverordnung gilt ab dem 24. November und bis einschließlich 21. Dezember 2021.

Welche Inzidenz ist für die Corona-Regeln maßgeblich?

Die Maßnahmen der Coronaschutzverordnung gelten landesweit und sind nicht abhängig von regionalen oder landesweiten Inzidenzen. Sollte sich das Infektionsgeschehen erheblich zuspitzen, werden Änderungen der Verordnung geprüft. Verständigt haben sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten aller Bundesländer bereits darauf, dass bei einem Anstiege der sog. Hospitalisierungsinzidenz (Anzahl der in Bezug auf Covid-19 in ein Krankenhaus aufgenommene Personen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen) über einen Wert von 6 stärkere Beschränkungen notwendig sind. Sollte sich dagegen das Infektionsgeschehen erheblich reduzieren, insbesondere die Hospitalisierungsinzidenz unter einen Wert von 3 sinken, wird es angemessene Reduzierungen der Schutzmaßnahmen durch Änderung der Verordnung geben.

Gilt weiterhin eine Maskenpflicht?

Ja. Es besteht auch weiterhin die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in folgenden Bereichen:

  • im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr,
  • in Innenräumen mit Publikumsverkehr, z. B. in Einkaufsgeschäften
  • in Außenbereichen, soweit die zuständige Behörde dies für konkret benannte Bereiche durch Allgemeinverfügung ausdrücklich anordnet.

Darüber hinaus wird überall dort auch im Außenbereich das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Dies gilt insbesondere in Warteschlangen und an Verkaufsständen.

Welche Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es?

Das Tragen einer Maske wird grundsätzlich empfohlen. Es besteht die Tragepflicht einer medizinischen Maske im ÖPNV und anderen Verkehrsmitteln des Personentransports fort.
Auch im Einzelhandel sowie in anderen Innenräumen, in denen Menschen zusammentreffen, gilt grundsätzlich weiterhin eine Maskenpflicht. Allerdings bestehen hier zahlreiche Ausnahmen. So kann auf das Tragen der Maske z. B. verzichtet werden

  • in Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen,
  • in der Gastronomie an festen Sitz- oder Stehplätzen,
  • im Kino, Theater usw. am Sitzplatz,
  • in Diskotheken und bei anderen Tanzveranstaltungen in Innenräumen (hier müssen Personen ohne Immunisierung allerdings einen PCR-Test oder einen höchstens 24 Stunden alten Schnelltest besitzen),
  • im Handel und Dienstleistungsgewerbe bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen, wenn alle Beteiligten geimpft, genesen oder getestet sind und außerdem der Mindestabstand eingehalten wird,
  • bei der Berufsausübung in Innenräumen, wenn der Mindestabstand sicher eingehalten werden kann,
  • in Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr usw.,
  • bei der Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen,
  • von Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest notwendig),
  • zum Essen und Trinken
  • sowie aus sonstigen Gründen, falls das Absetzen der Maske nur wenige Sekunden dauert.

Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen. Soweit Kinder vom Schuleintritt bis zum Alter von 13 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.

Was bedeutet die 3G-Regel?

Vollständig Geimpften und Genesenen stehen alle Einrichtungen und Angebote offen. Alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, müssen für bestimmte Veranstaltungen/Dienstleistungen negativ getestet sein. Anerkannt werden PCR-Tests, die nicht älter sind als 48 Stunden, und Schnelltests, die nicht älter sind als 24 Stunden.

In welchen Bereichen gilt 3G?

Der Zutritt zu Versammlungen nach Art. 8 GG in Innenräumen, bestimmten Bildungsveranstaltungen, Messen und Kongressen und Sitzungen kommunaler Gremien ist geimpften, genesenen oder negativ getesteten Personen gestattet. Auch für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, Friseurbesuche und nicht-touristische Übernachtungen gilt die Nachweispflicht über eine Impfung, Genesung oder Testung. Gleiches gilt aufgrund unmittelbarer Regelung im Infektionsschutzgesetz auch am Arbeitsplatz und im Öffentlichen Personenverkehr (Busse, Bahnen, Flugzeuge usw.).

Im Bildungsbereich gilt 3G für Angebote und Veranstaltungen der schulischen, hochschulischen (einschl. der Nutzung von Hochschulbibliotheken durch Hochschulangehörige), beruflichen oder berufsbezogenen Bildung, der politischen Bildung und der Selbsthilfe sowie Integrationskurse und Angebote der Jugendsozialarbeit und der Jugendarbeit für sozial oder individuell benachteiligte Jugendliche sowie Angebote gemäß §§ 8a, 16 und 27 ff. des Achten Buches Sozialgesetzbuch.

Was bedeutet die 2G-Regel?

Unter 2G fallen alle, die vollständig geimpft oder genesen sind. Ihnen stehen Freizeitangebote und -einrichtungen offen. Alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, haben keinen Zutritt zu diesen Einrichtungen oder Angeboten. Davon ausgenommen sind nur Menschen, die über ein ärztliches Attest verfügen, demzufolge sie aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Covid-19 geimpft werden können, sowie für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre.

Welche Bereiche dürfen nur noch von immunisierten Personen (geimpft oder genesen, 2G) besucht werden?

Die folgenden Einrichtungen, Angebote und Tätigkeiten dürfen nur von immunisierten Personen in Anspruch genommen, besucht oder als Teilnehmenden ausgeübt werden:

Kultur

  • Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und sonstige Kultureinrichtungen, Konzerte, Aufführungen, Lesungen und sonstige Kulturveranstaltungen in Theatern, Kinos und sonstigen Kultureinrichtungen sowie außerhalb von Kultureinrichtungen,

 

Freizeit

  • Tierparks, Zoologische Gärten, Freizeitparks, Spielhallen, Schwimmbäder, Wellnesseinrichtungen und vergleichbare Freizeiteinrichtungen.
  • sonstige Veranstaltungen und Einrichtungen zur Freizeitgestaltung im öffentlichen Raum, insbesondere in Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen im Innen- und Außenbereich

Sport

  • gemeinsame Sportausübung auf und in Sportstätten sowie außerhalb von Sportstätten im öffentlichen Raum sowohl im Amateursport als auch im Profisport
  • Im Amateursport gilt aber eine Ausnahme für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Ligen und Wettkämpfen eines Verbands, der Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund ist: sie können mit dem Testnachweis über eine PCR-Testung teilnehmen.
  • Dasselbe gilt im Berufssport: Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Profiligen können mit dem Testnachweis über eine PCR-Testung teilnehmen.
  • der Besuch von Sportveranstaltungen als Zuschauerin oder Zuschauer

Märkte

  • Weihnachtsmärkte, Volksfeste und vergleichbare Freizeitveranstaltungen

Bildung

Bildungsangebote außer die oben unter „3G“ aufgeführten schul- und berufsbezogenen sowie sozialen Angebote.

Dienstleistungen

  • körpernahe Dienstleistungen unter Ausnahme von medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungen und Friseurleistungen,

Gastronomie und Kantinen

  • gastronomische Angebote, wenn die Nutzung sich nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt
  • Bei Betriebskantinen, Schulmensen, Hochschulmensen und vergleichbaren Einrichtungen aber nur bei der Nutzung durch Personen, die nicht unmittelbar dem Betrieb oder der Einrichtung angehören, wenn diese Nutzung sich nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt,
  • Für Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer gibt es auf Rastanlagen Ausnahmen, wenn sie ein negatives Ergebnis eines höchstens 24 Stunden zurückliegenden Antigen-Schnelltests oder eines von einem anerkannten Labor bescheinigten höchstens 48 Stunden zurückliegenden PCR-Tests vorweisen können.

Tourismus

  • touristische Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben,
  • touristische Busreisen.

Was bedeutet 2G-plus?

Die 2G-Plus-Regel bezieht sich auf Einrichtungen mit hohem Infektionsgeschehen. Sie bedeutet, dass nur vollständig Geimpfte oder Genesene Zutritt haben und diese zusätzlich ein negatives Testergebnis nachweisen müssen. Dies kann in Form eines Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden) oder eines PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden) erfolgen.

Was gilt in Clubs, Diskotheken oder bei Festen?

Der Besuch von Clubs, Diskotheken, Tanzveranstaltungen, Karnevalsfeiern und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die zusätzlich einen negativen Testnachweis vorweisen können (2G-plus). Diese Regelung gilt auch für den Besuch von Bordellen, Prostitutionsstätten, Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen für die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen.

Wie wird die Einhaltung der Corona-Regeln überhaupt kontrolliert?

Die Überprüfung der Nachweise erfolgt durch die verantwortlichen Veranstalter oder Betreiber. Dazu ist bei jedem Gast, Nutzer, Besucher usw. der erforderliche Nachweis zu überprüfen und zusätzlich – mindestens im Rahmen angemessener Stichproben – ein Abgleich der Nachweise mit einem amtlichen Ausweisdokument der Person vorzunehmen Besucherinnen und Besucher, die den erforderlichen Nachweis und – im Rahmen der Stichproben – ein amtliches Ausweisdokument zur Identitätsfeststellung nicht vorzeigen, müssen vom Zutritt oder der Teilnahme ausgeschlossen werden. Zur Überprüfung digitaler Impfzertifikate soll die vom Robert Koch-Institut herausgegebene CovPassCheck-App verwendet werden. Unterlassene Kontrollen werden mit erhöhten Bußgeldern geahndet. Die Fälschung von Zertifikaten oder Testergebnissen ist strafbar und kann mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft werden.

Was gilt für Menschen, die nicht geimpft werden dürfen?

Für Personen, die über ein ärztliches Attest verfügen, demzufolge sie aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Covid-19 geimpft werden können, gibt es Ausnahmen. Diese Personen müssen über einen höchstens 24 Stunden zurückliegenden Antigen-Schnelltest oder einen von einem anerkannten Labor bescheinigten höchstens 48 Stunden zurückliegenden PCR-Test verfügen.

Gelten für Kinder und Jugendliche auch die 2G-Regeln?

Für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren gelten  die 2G-Regeln nicht.

Was gilt für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder bis zum Schuleintritt in Bezug auf Testerfordernisse?

Kinder bis zum Schuleintritt sind ohne weiteres getesteten Personen gleichgestellt. Schülerinnen und Schüler gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. Dabei gelten Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ohne jeden Nachweis aufgrund ihres Alters als Schülerinnen/Schüler. Ab einem Alter von 16 Jahren ist dagegen eine Bescheinigung der Schule erforderlich.

Was gilt bei Veranstaltungen?

Bei Veranstaltungen mit Zuschauern auf Steh- oder Sitzplätzen (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) gibt es bis zu einer Zahl von 5.000 Zuschauenden keine Mengenbegrenzungen. Oberhalb einer absoluten Zahl von 5.000 Zuschauenden darf die zusätzliche Auslastung aber bei höchstens 50 Prozent der über 5.000 Personen hinausgehenden regulären Höchstkapazität liegen. Davon abweichend dürfen bei Großveranstaltungen unter freiem Himmel auch oberhalb einer absoluten Zahl von 5.000 Zuschauenden die Sitzplätze vollständig belegt werden, wenn die Veranstalterin oder der Veranstalter sicherstellt, dass außerhalb der Sitz- und Stehplätze die Verpflichtung zum Tragen einer mindestens medizinischen Maske (sogenannte OP-Maske) besteht.
Beispiel: In einem offenen Stadion mit regulär 50.000 Plätzen (alles Sitzplätze) dürfen 5.000 Plätze plus die Hälfte der weiteren 45.000 Plätze, also insgesamt 27.500 Plätze belegt werden. Wenn die Veranstalterin/der Veranstalterin außerhalb der Plätze eine Maskenpflicht anordnet, können alle 50.000 (Sitz-)Plätze belegt werden.   

Alle Zuschauer müssen geimpft oder genesen sein (2G). Der Veranstalter hat die Einhaltung der 2G-Regel zu kontrollieren. Zur Überprüfung digitaler Impfzertifikate soll ab dem 26. November 2021 die vom Robert Koch-Institut herausgegebene CovPassCheck-App verwendet werden. Zudem ist mindestens im Rahmen angemessener Stichproben auch ein Abgleich der Nachweise mit einem amtlichen Ausweispapier vorzunehmen.

Was gilt für die nachholende Schulabschlusskurse, Angebote der Alphabetisierung und Grundbildung und Angebote, die auf ein Zertifikat vorbereiten?

Diese Angebote sind in der berufsbezogenen Bildung einbezogen. Sie dürfen nur noch von immunisierten oder getesteten Personen in Anspruch genommen, besucht, oder als Teilnehmende ausgeübt werden (§ 4 Absatz 1 Punkt 2 CoronaSchVO).

Gehören Angebote der kulturellen Bildung, der Gesundheitsbildung oder beispielsweise der Bildung für nachhaltige Entwicklung auch zur berufsbezogenen Bildung? Was gilt für diese Angebote?

Nach der CoronaSchVO  § 4 Absatz 1 Punkt 8 gilt für dieses für "sonstige Veranstaltungen und Angebote, die von der zuständigen Behörde nach den Maßgaben dieses Absatzes zugelassen werden, weil sie nach Einschätzung der Behörde nicht der Freizeitgestaltung dienen".

Haben Sie Fragen zur Coronaschutzverordnung?

Dann können Sie sich an die E-Mail-Adresse corona [at] nrw.de wenden.

Aktuelles zur Impfung

Wie geht die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen voran?

Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen hat gute Fortschritte erzielt: Knapp 70 Prozent der Menschen über 12 Jahre in Nordrhein-Westfalen sind vollständig geimpft. Bei den Menschen über 18 Jahren sind es bereits über 80 Prozent und in der Gruppe der Personen über 60 Jahren haben mittlerweile rund 88 Prozent einen vollen Impfschutz. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist das Impftempo derzeit hoch: Inzwischen sind mehr als 53 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mindestens einmal geimpft.

Wo kann ich mich seit dem 1. Oktober 2021 gegen das Coronavirus impfen lassen?

Seit 1. Oktober 2021 werden die Corona-Schutzimpfungen in Nordrhein-Westfalen vor allem von der niedergelassenen Ärzteschaft sowie den Betriebsärztinnen und Betriebsärzten übernommen. Erste Ansprechperson bei Interesse an einer Impfung sind somit nun meist die Hausärztinnen und Hausärzte. Wer keinen Hausarzt oder keine Hausärztin hat, findet hier die impfenden Arztpraxen in Nordrhein und hier die impfenden Arztpraxen in Westfalen-Lippe, an die man sich wenden kann.

Wird es weiterhin mobile Impfangebote in den Kreisen und Städten geben?

Die niedrigschwelligen Impfangebote für die Allgemeinbevölkerung in den Kreisen und kreisfreien Städte laufen in bewährter Weise weiter. Die Angebote - zum Beispiel in Impfbussen - sollen insbesondere Personengruppen ansprechen, die über das medizinische Regelsystem nur schwer erreichbar sind. Grundsätzlich stehen die mobilen Angeboten aber allen interessierten Personen zur Verfügung. Organisiert werden diese Angebote von den Koordinierenden COVID-Impfeinheiten (KoCI) der Kreise und kreisfreien Städte.

Welche Aufgabe haben die „Koordinierenden COVID-Impfeinheiten"?

Die Kreise und kreisfreien Städte haben - zunächst befristet bis zum 30. April 2022 - Koordinierende COVID-Impfeinheiten (KoCI) eingerichtet, die seit der Schließung der Impfzentren vor Ort aktiv sind. Die wesentlichen Aufgaben der KoCIs sind:

  • das Monitoring des lokalen Impfgeschehens,
  • die Ermöglichung von Impfangeboten für vulnerable Personen etwa in Pflegeeinrichtungen,
  • die Planung für flächendeckende Auffrischungsimpfungen der Allgemeinbevölkerung sowie
  • die Organisation und Koordinierung des konkreten Impfgeschehens vor Ort (z.B. Impfstoffbestellung, Datenmeldung, Bereitstellung von unterstützendem Personal).

Hierzu finanziert das Land in den Koordinierungsstellen bis zu 1,5 Stellen pro 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Haben die Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus bereits begonnen?

Die Auffrischungsimpfungen in Einrichtungen mit vulnerablen, also besonders infektionsgefährdeten Personen, haben im September 2021 begonnen. Ziel ist es, die Auffrischungsimpfungen in der (teil-)stationären Pflege bis zum 31. Oktober 2021 abzuschließen. In den übrigen Einrichtungen (z.B. Demenz-Wohngemeinschaften oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen) sollen Auffrischungsimpfungen bis zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein.

Für wen wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff sechs Monate nach der Zweitimpfung für:

  • Personen im Alter von über 70 Jahren
  • Personen mit Immunschwäche
  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreute und Personal in Pflegeeinrichtungen
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt.

Personen, die vor mindestens vier Wochen mit dem Impfstoff der Firma Johnson & Johnson geimpft wurden, sollten ebenfalls einen Termin zur Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff vereinbaren.
Die Gesundheitsministerkonferenz empfiehlt Personen, die vor mindestens sechs Monaten die Zweitimpfung mit Astra Zeneca erhalten haben, unabhängig vom Alter eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff.

Wie sieht die Bilanz der Arbeit in den 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen aus?

Insgesamt wurden in den nordrhein-westfälischen Impfzentren rund 13,1 Millionen Impfungen verabreicht, davon etwa 6,9 Millionen Erstimpfungen, 6,2 Millionen Zweitimpfungen und 24.000 Auffrischungsimpfungen. Gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie der Betriebsärzteschaft haben die Impfzentren damit ganz wesentlich dazu beigetragen, dass bis zu ihrer Schließung Ende September 2021 mehr als zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft wurden. Bei der erwachsenen Bevölkerung, also den über 18-Jährigen, waren es sogar fast vier von fünf Personen.

Können Kinder geimpft werden?

Die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) empfiehlt seit dem 16. August 2021 eine Impfung gegen das Coronavirus ausdrücklich auch für alle 12- bis 17-Jährigen. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen. Für jüngere Kinder unter 12 Jahren gibt es derzeit noch keine Impfempfehlung in Deutschland.

Seit der Impfempfehlung für die 12- bis 17-Jährigen hat es eine große Nachfrage nach Impfungen gegeben. Mittlerweile haben 45 Prozent dieser Altersgruppe einen vollständigen Impfschutz.

Bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren ist die Einwilligung des/der Erziehungsberechtigten erforderlich. In der Regel wird sie bei der Kinderärztin oder dem Kinderarzt durchgeführt.
Mit Blick auf die mobilen Impfangebote für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an allgemeinbildenden Schulen müssen zur Durchführung der Impfung die von einem Sorgeberechtigten unterschriebenen Einwilligungs- und Aufklärungsbögen vorliegen, sofern Schülerinnen oder Schüler das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auf die Anwesenheit einer sorgeberechtigten Person kann in diesem Rahmen verzichtet werden.

Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten

Welche Regeln gelten für Geimpfte und Genesene?

Aus Infektionsschutzgründen sind bestimmte Angebote wie der Besuch von Restaurants oder die Nutzung von Sportstätten, an ein negatives Testergebnis geknüpft. Dabei gilt generell: Vollständig Geimpfte und Genesene stehen Personen mit negativem Testergebnis gleich.

Wer gilt als geimpft, wer gilt als genesen?

Als geimpft oder genesen gilt, wer eine vollständige Impfung bzw. die Genesung belegen kann. Dies geschieht durch:

  1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff – durch den Eintrag im Impfpass oder den digitalen Impfnachweis, oder
  2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses (Nukleinsäurenachweis mittels PCR, PoC-PCR etc.), das mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt, oder
  3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses (s. oben) in Verbindung mit dem Nachweis einer verabreichten Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Hintergrund: Innerhalb der ersten sechs Monate nach der Infektion wird von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen; danach, also nach mehr als sechs Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich.

Welche Regelungen gelten für Geimpfte und Genesene in Bezug auf Reisen?

Bei der Rückkehr aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten (nicht aber aus Virusvarianten-Gebieten) ist für Geimpfte und Genesene kein zusätzlicher Test mehr nötig, um die Einreisequarantäne zu vermeiden. Auch hier gilt eine Nachweispflicht.

Liste der derzeit ausgewiesenen Risikogebiete

Corona-Tests

Warum sollte ich mich regelmäßig auf eine Corona-Infektion testen lassen?

Im Kampf gegen das Coronavirus sind regelmäßige Tests der Bevölkerung eine der wichtigen Säulen – neben den Corona-Schutzimpfungen und der Einhaltung der Corona-Regeln im Alltag. Die Tests helfen, eine Infektion oder gar einen Ausbruch schnell zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das hilft die Ausbreitung des Virus möglichst schnell einzudämmen. Ein negatives Testergebnis gibt größere Sicherheit im Alltag: Die Gefahr, andere Menschen anzustecken, sinkt.

Welche Testverfahren werden zum Nachweis von Corona eingesetzt?

Aktuell werden vorwiegend folgende Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 eingesetzt:

  1. Der sog. PCR-Test wird durch medizinisches Personal entnommen und in einem medizinischen Labor ausgewertet. Er weist das Erbmaterial des Erregers nach.
  2. der Antigen-(Schnell-)Test reagiert auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus. Er wird durch geschultes Personal durchgeführt.
  3. der Selbsttest, der wie der Antigen-Schnelltest auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus reagiert.

PCR-Tests sind am zuverlässigsten unter den Corona-Tests. Dabei macht das medizinische Personal z.B. einen Nasen- oder Rachen-Abstrich. Die Auswertung des PCR-Tests erfolgt durch ein Labor. Das Testergebnis liegt frühestens nach vier bis sechs Stunden vor. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann je nach Probenaufkommen wenige Tage dauern.
Antigen-Schnelltests für SARS-CoV-2 werden nur durch geschultes Personal durchgeführt. Wie beim PCR-Test wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Sie liefern deutlich schneller, in der Regel nach max. 15 Minuten, ein Testergebnis, etwa direkt vor Ort. Sie sind jedoch nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test und stellen nur eine Momentaufnahme dar. Bei einem positiven Ergebnis des Schnelltests muss zur weiteren Abklärung umgehend ein PCR-Test durchgeführt werden.
Seit Anfang März sind Selbsttests im Handel erhältlich. Sie funktionieren wie Antigen-Schnelltests, können aber grundsätzlich durch jede Person durchgeführt werden. Die Probenentnahme und -Auswertung ist dementsprechend einfach und schnell. Ihre Zuverlässigkeit ist jedoch abhängig von der korrekten und zeitgerechten Probenentnahme und Testdurchführung und generell niedriger als die der PCR-Tests. Sofern ein Selbsttest den Verdacht auf eine Infektion anzeigt, ist eine Bestätigung durch einen PCR-Test unbedingt erforderlich.

Welche Änderung gibt es bei den kostenlosen Bürgertests seit dem 11. Oktober 2021?

Seit dem 11. Oktober 2021 gilt eine Änderung bei den Bürgertests: Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern über 12 Jahren ein Impfangebot gemacht werden kann, ist das kostenlose Testangebot für alle Bürgerinnen und Bürger ausgelaufen. Personen, für die keine Möglichkeit besteht, einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, können sich auch weiterhin mindestens einmal wöchentlich kostenlos mit einem Schnelltest testen lassen.
Das Bundesgesundheitsministerium listet hier auf, welche Personen auch weiterhin kostenlose Testangebote erhalten und welche Nachweise dafür zu erbringen sind.

Einen Überblick, wo es in Nordrhein-Westfalen vor Ort Teststationen gibt, bietet unsere Seite www.testen.nrw.

Beschäftigtentests

Arbeitgeber sind verpflichtet, in ihren Betrieben allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, regelmäßige Selbst- und Schnelltests anzubieten. Die Pflicht zum Angebot der Tests gilt nicht, wenn der Arbeitgeber einen gleichwertigen Schutz sicherstellt oder nachweist. So sieht es die bundesweit geltende Corona-Arbeitsschutzverordnung vor. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig, eine Bescheinigung kann ausgestellt werden.

Testpflicht nach längerer Abwesenheit am Arbeitsplatz

Wer mindestens fünf Tage, zum Beispiel aufgrund eines Urlaubs, nicht am Arbeitsplatz war und in den Betrieb zurückkehrt, muss am ersten Arbeitstag einen negativen Coronatest vorweisen oder vor Ort durchführen.

Diese Regelung gilt nicht für vollständig Geimpfte oder Genesene.

Informationen zur Maskenpflicht

Welche Regelungen zur Maskenpflicht gelten?

Im Freien ist die Pflicht zum Tragen einer Maske aufgehoben. Trotzdem wird weiterhin empfohlen, auch im Freien dort eine Maske zu tragen, wo typischerweise Abstände unterschritten werden – also insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen oder ähnlichen Dienstleistungsschaltern.


Dagegen besteht die Maskenpflicht im ÖPNV und anderen Verkehrsmitteln des Personentransports fort.


Auch im Einzelhandel sowie in anderen Innenräumen, in denen Menschen zusammentreffen gilt grundsätzlich weiterhin eine Maskenpflicht. Allerdings bestehen hier zahlreiche Ausnahmen. So kann auf das Tragen der Maske z. B. verzichtet werden

  • in Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen,
  • in der Gastronomie an festen Sitz- oder Stehplätzen,
  • im Kino, Theater usw. am Sitzplatz,
  • in Diskotheken und bei anderen Tanzveranstaltungen in Innenräumen (hier müssen Personen ohne Immunisierung allerdings einen PCR-Test oder einen höchstens 6 Stunden alten Schnelltest besitzen),
  • im Handel und Dienstleistungsgewerbe bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen, wenn alle Beteiligten geimpft, genesen oder getestet sind und außerdem der Mindestabstand eingehalten wird,  
  • bei der Berufsausübung in Innenräumen, wenn der Mindestabstand sicher eingehalten werden kann,
  • in Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr usw.,
  • bei der Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen,
  • von Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest notwendig),
  • zum Essen und Trinken
  • sowie aus sonstigen Gründen, falls das Absetzen der Maske nur wenige Sekunden dauert.

Um welche Masken geht es?

Je nach Regelungen müssen medizinische Masken oder Atemschutzmasken getragen werden. Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken. Atemschutzmasken im Sinne der Verordnung sind Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 und Masken höheren Standards – jeweils aber ohne Ausatemventil.

Gibt es generelle Ausnahmen von der Maskenpflicht?

Ja. Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen. Soweit Kinder vom Schuleintritt bis zum Alter von 13 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.

Von der Maskenpflicht befreit sind außerdem im Einsatz befindliche Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Personal der Rettungsdienste sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest notwendig). Für die Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen kann die Maske vorübergehend abgelegt werden.

Corona-Einreisebestimmungen

Welche Einreiseregelungen gelten aktuell?

Der Bund gibt die Einreiseregelungen vor, die die Quarantäneverordnungen der Länder und damit auch die Coronaeinreiseverordnung Nordrhein-Westfalen ersetzen. Alle aktuellen Informationen zur Einreise nach Deutschland gibt es hier

Quarantäne-Regelungen

Was bedeutet „Quarantäne“?

„Quarantäne“ ist eine zeitlich befristete Isolierung/Absonderung einer infizierten oder jedenfalls ansteckungsverdächtigen Person von anderen Menschen für die Dauer des Zeitraums, in der die unter Quarantäne stehende Person in der Lage ist, das Virus weiterzugeben.

Was ist Sinn der Quarantäne?

Die Quarantäne dient dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung eindämmen.

Wann muss ich mich in Quarantäne begeben?

Eine Quarantäneplicht gilt gemäß der Corona-Test-Quarantäne-Verordnung automatisch und ist direkt umzusetzen für:
  • Personen, deren PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist,
  • nicht-immunisierte Angehörige desselben Haushalts von positiv getesteten Menschen,
  • Personen, die Krankheitssymptome zeigen oder ein positives Schnelltestergebnis haben und sich deshalb einem PCR-Test unterziehen müssen– bis zum Vorliegen des PCR-Testergebnisses
Über die Quarantäne von nicht-immunisierten Personen, die engen persönlichen Kontakt zu infizierten Menschen hatten, ohne im selben Haushalt zu leben, entscheidet dagegen das zuständige Gesundheitsamt je nach Intensität des Kontaktes. Hier gilt die Grundregel: Die Quarantäne kommt dann in Frage, wenn ein mindestens 10-minütiger enger Kontakt, zum Beispiel im Rahmen eines Gesprächs, bestand und keine medizinische Maske getragen wurde. Auch wenn die Person sich mit einer infizierten Person über einen längeren Zeitraum in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum aufhielt, kann eine Quarantäne angeordnet werden.

Kontaktpersonen und angehörige Personen desselben Hausstands, die über eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung verfügen, müssen nicht in Quarantäne. Treten bei ihnen innerhalb von 10 Tagen seit dem Kontakt jedoch Krankheitssymptome auf, sind sie verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben und eine Testung durchführen zu lassen.

Gibt es Ausnahmen von der automatischen Quarantäne-Regelung?

Die Regelung der automatischen Quarantäne ersetzt die individuellen Quarantäneanordnungen durch die zuständigen Behörden vor Ort. Erlässt eine örtlich zuständige Behörde zusätzlich eine individuelle Anordnung, so geht deren Inhalt der generellen Regelung der Verordnung in jedem Fall vor. Die örtlichen Behörden können auch über Ausnahmen – z.B. für die Fortführung einer beruflichen Tätigkeit unter strengen Vorgaben – entscheiden.

Was muss ich während der Quarantäne beachten?

Quarantäne heißt häusliche Absonderung. Folgende Maßnahmen sind während der Quarantäne einzuhalten:
  • direkter Rückzug in die eigene Wohnung, das eigene Haus oder die Unterkunft
  • kein Verlassen der Unterkunft während der Quarantäne, auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes. Das müssen nun andere erledigen
  • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft müssen strikt vermieden werden
  • Kontakte zu anderen, nicht in der Quarantäne befindlichen Menschen innerhalb der Unterkunft sind nur in Ausnahmefällen zulässig (zum Beispiel bei Betreuungsbedarf). Dann müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden, wie das Tragen einer medizinischen Maske, gute Handhygiene und ausreichendes Lüften in den Räumen.
  • Der eigene Garten, der Balkon oder eine Terrasse dürfen genutzt werden – aber nicht, um andere Menschen zu treffen
  • Die Wohnung darf nur verlassen werden, um einen PCR-Corona-Test durchführen zu lassen. Dabei ist es sehr wichtig, die Verhaltensregeln einzuhalten (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, medizinische Maske tragen)

Wen muss ich über die Quarantäne informieren?

Personen mit positivem Testergebnis (infizierte Personen) müssen unmittelbar ihre engen persönlichen Kontakte informieren. Das gilt insbesondere, wenn der Kontakt in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum über einen längeren Zeitraum bestand, oder in einem direkten Kontakt (über 10 Minuten) kein Abstand von 1,5 Metern untereinander eingehalten wurde und keine medizinischen Masken getragen wurden. Die informierten Personen werden gebeten, sich selbst zu isolieren und den Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu suchen. Wenn die informierten Personen weiterhin Kontakte nach außen haben müssen, sind – bis das zuständige Gesundheitsamt das weitere Vorgehen festgelegt hat – verstärkt Hygieneregeln zu beachten (Tragen einer medizinischen Maske, Abstand halten und Kontakte reduzieren).

Wie lange dauert die Quarantäne?

Wann die Quarantäne endet, hängt von dem Anlass ab, dessentwegen die Quarantänepflicht besteht:

Bei Personen, die sich wegen eines eigenen positiven PCR-Tests in Quarantäne befinden, endet die Quarantäne, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen beziehungsweise während der Quarantäne auftreten, nach 14 Tagen ab der Vornahme des ersten Erregernachweises, wenn am letzten Tag ein Schnelltest mit negativem Ergebnis oder bei schweren Verläufen ein PCR-Test mit negativem Ergebnis durchgeführt wird. Personen, die eine Immunisierung durch vollständige Impfung oder Genesung nachweisen können, können die Quarantäne bereits nach Ablauf von fünf Tagen beenden, wenn keine Symptome vorliegen und ein PCR-Test mit negativem Ergebnis durchgeführt wird.

Bei Personen, die sich als Haushaltsangehörige einer positiv getesteten Person in Quarantäne befinden, endet die Quarantäne, wenn keine Symptome entwickelt wurden, nach 10 Tagen. Aufgrund einer Einzelfallentscheidung des Gesundheitsamtes kann sie unter bestimmten Voraussetzungen auch früher beendet werden.

Bei Personen, die sich als Kontaktpersonen einer positiv getesteten Person, aufgrund einer Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne befinden, endet die Quarantäne durch Entscheidung des Gesundheitsamtes.   

Gibt es Ausnahmen bei der Quarantäneregelung?

Für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe gelten Sonderregelungen beim Thema Quarantäne. Sie sind in der nachfolgenden Allgemeinverfügung festgehalten:

Was passiert, wenn ich mich nicht an die Quarantäneregeln halte?

Wer sich nicht an die Quarantäneregeln hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Informationen über das Virus

Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Gesundheitsministeriums?

Diese sind auf den Seiten des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu finden.

Wie viele Menschen haben sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus infiziert?

Einmal pro Tag veröffentlicht das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hier aktuelle Zahlen, wie viele Menschen sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus SARS-COV-2 infiziert haben.

Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie kann man sich schützen?

Das Coronavirus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel (Tröpfchen und Aerosole), die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen. Die Übertragung findet vor allem bei räumlicher Nähe zu einem Virenausscheider statt, zum Beispiel beim normalen Gesprächsabstand oder darunter. Zum Schutze vor einer Infektion kommt daher ein Bündel von Maßnahmen in Betracht. Im Mittelpunkt stehen Abstand halten, Hygiene beachten, Maske tragen, Corona-Warn-App installieren und regelmäßig Lüften (AHA+AL-Formel). Die wichtigsten 10 Hygienetipps finden Sie hier.

Welche Krankheitszeichen löst das Virus aus?

Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber: Eine Infektion mit dem Coronavirus kann - wie bei anderen Atemwegserkrankungen auch - zu diesen Krankheitszeichen führen. Einige Betroffene klagen auch über Durchfall. Bei einem Teil der Patienten geht das Virus mit einem schwereren Verlauf einher und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen.

Für welche Personengruppen ist eine Infektion mit dem Virus besonders gefährlich?

Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

Wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Sie sollten auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis besuchen.

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich telefonisch an das Gesundheitsamt wenden – auch wenn keine Krankheitszeichen erkennbar sind. Das zuständige Amt finden Sie zum Beispiel über die Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI).

Wie kann ich selbst einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten?

Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzugrenzen. Zu den wichtigsten Maßnahmen in der Bevölkerung zählen neben der Schutzimpfung Kontakte reduzieren, die AHA+AL-Regeln beachten (Abstand halten, Hygiene beachten, medizinische Masketragen, Corona-Warn-App installieren und lüften) und bei akuten Atemwegssymptomen zu Hause bleiben.

Umfassende Informationen zu Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 finden Sie hier.
In dieser Ausnahmesituation gilt: Je mehr Menschen sich an die Empfehlungen und Regeln halten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. Helfen Sie mit!

Krankenhäuser und Pflege

Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Gesundheitsministeriums?

Diese sind auf den Internetseiten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu finden.

Welche Regelungen gelten für Besuche in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen?

Vulnerable Personengruppen in bestimmten Einrichtungen werden weiterhin besonders geschützt. Besucher müssen entweder vollständig geimpft oder genesen oder negativ getestet sein. Nicht vollständig geimpfte oder nicht genesene Personen benötigen generell einen Antigen-Schnelltest (maximal 48 Stunden alt) für den Besuch folgender Einrichtungen:

  • Krankenhäuser,

  • Alten- und Pflegeheime,

  • besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe und ähnliche Einrichtungen

  • stationäre Einrichtungen der Sozialhilfe

  • Sammelunterkünfte für Flüchtlinge.

Welche Aufgabe hat die Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen?

Die Landesregierung hat bei der Landesbehinderten- und -patientenbeauftragten eine Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen eingerichtet. Sie hilft seit einem Jahr dabei, Streitigkeiten zu schlichten, die bei der Ausgestaltung der Besuchsmöglichkeiten in den stationären Pflegeeinrichtungen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe angesichts der Corona-Pandemie aufkommen können und aufgekommen sind. Der persönliche Kontakt ist für die psychische Gesundheit der Menschen besonders wichtig, deshalb sind unter Einhaltung der vom Land vorgegebenen Infektionsschutzmaßnahmen Besuche unbedingt zu gestatten.

Seit über einem Jahr unterstützt die Dialogstelle die Betroffenen und ist aufgrund der großen Resonanz auch weiterhin erreichbar:

E-Mail: dialogstelle [at] lbbp.nrw.de
Telefon: 0211 / 855 4780
Weitere Informationen können Sie unter www.lbbp.nrw.de abrufen.

Corona-Warn-App

Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen der Bundesregierung zur Corona-Warn-App?

Eine ausführliche Übersicht von Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App finden Sie unter: www.corona-warn-app.de.

Warum brauchen wir eine Corona-Warn-App?

Die App soll helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen – und dokumentiert dazu die digitale Begegnung zweier Smartphones. So kann die App Sie besonders schnell darüber informieren, falls Sie Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Je schneller Sie diese Information erhalten, desto geringer ist die Gefahr, dass sich viele Menschen anstecken. Deshalb ist die App neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und dem Tragen einer medizinischen Maske ein weiteres wirksames Mittel, um das Coronavirus einzudämmen.

Was macht die Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App informiert Sie, wenn Sie sich längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. So können Sie rasch entsprechend reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiterverbreiten. Der bislang noch manuelle Prozess der Nachverfolgung von Infektionen wird durch diese digitale Hilfe stark beschleunigt. Gerade wenn sich jetzt wieder mehr Menschen treffen, ist das von hoher Bedeutung, um das Virus einzudämmen. Die App läuft auf Ihrem Smartphone, während Sie Ihrem Alltag nachgehen. Sie erkennt dabei andere mobile Endgeräte in der Nähe, auf denen die App ebenfalls aktiviert ist. Die App speichert dann deren Zufallscode für begrenzte Zeit. Die verschlüsselten IDs erlauben keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Wie funktioniert die App?

Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Mobilgeräte „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom Robert-Koch-Institut festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App aktiv nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Falls das der Fall ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Bin ich verpflichtet, die App zu installieren?

Nein. Sie entscheiden selbst, ob Sie die App nutzen wollen. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig und dient Ihrem persönlichen Schutz sowie dem Schutz Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ziel der Corona-Warn-App ist es, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Alle Nutzer sollen zuverlässig und zeitnah über Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen, die die App nutzen, und damit über eine mögliche Übertragung des Virus informiert werden. So können Sie sich rasch freiwillig isolieren und testen lassen und zu einer Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Sie können die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

Welche technischen Voraussetzungen braucht es zur Nutzung der Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App ist umfänglich barrierefrei gestaltet. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen die App nutzen können, um den größtmöglichen Schutz vor einer erneuten starken Ausbreitung des Virus zu garantieren. Deshalb kann die App auf der großen Mehrheit der gängigen Endgeräte und mit den gängigen Betriebssystemen genutzt werden. Das benötigte Update auf das passende Betriebssystem (iOS, Android) wird im üblichen Regelprozess auf Ihr Smartphone gespielt.
 
Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung: www.corona-warn-app.de